SPD-Geschäftsstelle
Frankfurter Randale gibt Rätsel auf

Rund 150 Demonstranten schlugen am Montag die Fensterscheiben der SPD-Geschäftsstelle in Frankfurt ein. Die Polizei rechnet die Demonstranten dem linken Spektrum zu. Doch die SPD erkennt keinen politischen Zusammenhang.
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FrankfurtDie Randale vor dem Frankfurter SPD-Büro gibt Polizei und Partei Rätsel auf. Was die rund 150 Demonstranten am Montagabend dazu brachte, die Fensterscheiben der Geschäftsstelle und der gegenüberliegenden Arbeitsagentur einzuwerfen, war auch am Dienstag unklar. Es gab weder Festnahmen noch wurden Personalien aufgenommen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei rechnet die Demonstranten dem linken Spektrum zu und vermutet einen Zusammenhang mit Aktionen im Hamburger Schanzenviertel.

Dagegen sagte SPD-Bezirksgeschäftsführer Karlheinz Pfaff am Dienstag: „Einen politischen Zusammenhang können wir nicht erkennen.“ Laut Pfaff war der Vorfall bereits der dritte im SPD-Haus in den vergangenen drei Monaten.

Bei den Hamburger Auseinandersetzungen am 21. Dezember hatte es während und nach einer Demonstration für den Erhalt des linken Kulturzentrums „Rote Flora“ zahlreiche Verletzte gegeben. Die Organisatoren werfen der Polizei einen „massiven Einsatz von Schlagstöcken, Pfefferspray und Wasserwerfern“ vor.

In Teilen von St. Pauli, Altona und dem Schanzenviertel hatten die Behörden am Samstagmorgen wegen der jüngsten Krawalle ein sogenanntes Gefahrengebiet eingerichtet. Nach Angaben einer Polizeisprecherin vom Dienstag sollen die verdachtsunabhängigen Polizeikontrollen in dem Bereich, in dem Zehntausende Menschen wohnen, vorerst weitergehen.

Wegen des Angriffs auf einen Polizisten der Davidwache an der Hamburger Reeperbahn sieht die Bundesanwaltschaft „derzeit keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte“ für eigene Ermittlungen. Das erklärte eine Sprecherin am Dienstag. Der Polizist war in der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember rund 200 Meter von der Wache entfernt von einem Unbekannten schwer verletzt worden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Geschäftsstelle : Frankfurter Randale gibt Rätsel auf"

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  • @ Florian112,
    "Wenn ich Polizist wäre, würde ich sagen, liebe Politik macht euren Sche... doch alleine."
    Aber von welchem Einkommen soll er (und seine Familie) dann leben?
    Es ist die Politik die -immer noch- kläglich versagt in Bezug auf eine Richtlinienkompetenz bei Problemen.
    Die "unteren Beamten" werden ins Feuer geschickt, während die oberen Dienstgrade mit der Politik kungeln bzw. beide lediglich herum lavieren.
    Dazu ist die Pressemitteilung (Nr. 04; Rote Flora, Politik und Polizei) der "Bundesgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten eine erhellende und für Jedermann zugängliche Lektüre.

  • Könnte auch etwas mit Harz4 zu tun haben.

    Ich habe mal Linksextreme bei einer Podiumsveranstaltung erleben dürfen. Die kamen von einer Demo. Ich bin mir bis heute nicht sicher, waren die Vollgekiefft oder Alkoholisiert?
    Ich vermute beides.

    Um aber zu dem Bericht zu kommen,
    das ein Streifenpolizist Pech hat, weil er ca. 200m vom Schanzenviertel seine Runden drehte, ist doch starker Tobak. Wenn ich Polizist wäre, würde ich sagen, liebe Politik macht euren Sche... doch alleine.

  • Solange es nur SPD-Zentrale sind, wen interessiert's.

    Es hat ja niemanden getroffen, von dem ein moralischer Mensch nicht behaupten würde, er habe es nicht verdient.

    Wenn es Linksextreme gewesen sein sollten, zählt das aufgrund der Nähe der SPD zu diesen gewaltafinen Extremisten wohl als Selbstbeschädigung.

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