SPD-Kanzlerkandidat
Schulz will große Vermögen stärker besteuern

Der designierte SPD-Chef Martin Schulz fordert eine höhere Besteuerung von Vermögen. Zudem will er Steuerflucht und die Zwei-Klassen-Medizin bekämpfen. Die Parteien forderte er auf, gegen Fake-News vorzugehen.
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BerlinMartin Schulz lässt offen, ob er im Bundestagswahlkampf für eine Vermögensteuer eintreten wird. Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten sprach sich am Montag für ein Steuerkonzept aus, das eine Entlastung von Arbeit und eine „stärkere Besteuerung von Riesenvermögen“ ins Auge fasse. Große Vermögen müssten stärker herangezogen werden als kleinere und mittlere Einkommen. Entscheidend sei die Bekämpfung von Steuerflucht. Als ein wichtiges Projekt im Wahlkampf bezeichnete Schulz die „paritätische Bürgerversicherung“ als Instrument gegen eine Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland.

Schulz rief erneut alle demokratischen Parteien auf, gemeinsam mit einem „Fairnessabkommen“ gegen manipulierte Nachrichten und Hass im Internet vorzugehen. „Einen Wahlkampf wie in den Vereinigten Staaten darf es in Deutschland nicht geben.“ Der bisherige Präsident des Europaparlaments kündigte an, dass er noch in dieser Woche sein Abgeordnetenmandat niederlegen werde. Er wolle sich ganz auf seine Arbeit als Parteichef und Kanzlerkandidat konzentrieren. Der 61-Jährige war am Sonntag vom Parteivorstand für beide Ämter vorgeschlagen worden. Gewählt werden soll er auf einem Sonderparteitag am 19. März.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Kanzlerkandidat: Schulz will große Vermögen stärker besteuern"

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  • Ja das ist doch toll, ich als Selbständiger habe ein paar Euro für meine Rente angelegt und jetzt kommt ein Schulz und will das ich nicht nur 27 % Steuer auf die Zinsen zahle sonder den normalen Steuersatz. Es war ja auch Dummheit von mir fürs Alter zu sparen. Der Staat nimmt immer mehr Steuern ein Arbeit lohnt sich immer weniger kein Wunder das der Mittelstand anfängt AFD zu wählen.
    Wenn die Politik nich aufpasst geht es bald bei uns zu wie in den USA . Die Frage ist nur wer verkörpert D.Tramp hier !
    Armes Deutschland

  • Jetzt laufen die Berater wieder los und preisen ihre Dienste zur Verlagerung größerer Vermögen in das steuergünstigere Ausland wieder an.

  • Große Vermögen auf Sozen-Basis bedeutet, 1000Euronen im ganzen Leben aufgund hoher Steuern gespart, müssen sozialisiert werden.

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