SPD- Kanzlerkandidat
Steinbrücks Andeutungen sorgen für Unruhe

Nachdem Peer Steinbrück erklärt hatte, er könne sich theoretisch vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl als Kandidat anzutreten, hagelte es sofort Kritik. Einige prominenten Unterstützer hat der Ex-Minister aber.
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FrankfurtDer frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat grundsätzlich seine Bereitschaft gezeigt, für die SPD als Kanzlerkandidat anzutreten. "Der Zeitpunkt wird kommen, wo ich mich in Absprache mit zwei oder drei Führungspersönlichkeiten der SPD darüber zusammensetze", sagte er in der Sendung hr1-Talk im Hessischen Rundfunk.

Steinbrück war schon mehrfach von SPD-Spitzenleuten als einer von mehreren möglichen Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 ins Gespräch gebracht worden. Eine Vorentscheidung darüber soll nach den Vorstellungen der SPD-Führung aber frühestens in einem Jahr fallen. Der 64-Jährige würde bei einer Kandidatur nach eigenen Worten alles geben. "Wenn Sie sich entscheiden, für so etwas zu kandidieren, dann mit voller Kraft und mehr als 100 Prozent. Wenn, dann wollen Sie gewinnen und zwar mit jeder Faser Ihres Körpers", sagte Steinbrück. Steinbrück ist bereit mehrfach von SPD-Spitzenleuten als möglicher Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2013 genannt worden.

Nach dem schwachen Abschneiden der SPD bei den jüngsten Landtagswahlen hatte Parteichef Sigmar Gabriel erklärt, Steinbrück gehöre unbestritten zur politischen Champions League.

Auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier äußerte sich heute. "Ich habe zufällig genau hingehört, was Peer Steinbrück gesagt hat. Erstens: Irgendwann Ende 2012, Anfang 2013 werden wir uns zusammensetzen und einen Vorschlag machen. Zweitens: Der Vorgeschlagene muss es mit jeder Faser seines Körpers wollen. Und in beidem hat er Recht", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag".

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Kritik an Steinbrück "Selbstausrufung"

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  • Nunmal ganz ehrlich. Das erwarten wir doch von jedem Kanzler. Wieso soll Steinbrück das Alles ins Visier nehmen? Er hat doch ganz klar gesagt, dass es ihm in erster Linie und "mit jeder Körperfaser" darauf ankommt Kanzler zu werden. Also nur zum Selbstzweck. Die Aufzählung ist zwar schön und stellt den Idealfall dar, interessiert doch aber keinen Politiker. Das wäre genauso, als würde man zu einem Konzernvorstand sagen: "Geben Sie möglichst vielen Menschen eine Arbeit und bezahlen Sie diese so gut, dass sie davon leben können." Ein Konzernvorstand denkt auch nur daran möglichst viele Arbeitsplätze einzusparen und sich selbst soviel Gewinn rauszunehmen, wie es eben nur geht. Sodass der Laden nicht sofort den Bach runtergeht, sondern ganz schleichend. Steinbrück ist doch kein Hoffnungsträger. Er ist von der großen Politiker-Bühne in der Versenkung verschwunden und das wurmt ihn jetzt. Er will wieder in den Medien sein. Das ist alles was ihn interessiert. Und wie soll er überhaupt Kanzler werden, wenn die SPD so lausige Wahlergebnisse einfährt?

  • Herr Steinbrück, ich drücke Ihnen die Daumen damit es zum Kanzler klappt. Bitte schaffen Sie aber vor dem Wahlkampf bereits klare sichtbare Fronten für eine gute schuldenfreie Wirtschafts-, Sozial- und Auslandspolitik. Gehen Sie hart gegen Schmarotzer und das trickreiche Bankensystem vor. Nehmen Sie Unternehmen in die Pflicht die versuchen den Staat zu erpressen. Entscheiden Sie sich für einen Koalitionspartner der mit Ihnen eine Politik vertritt, wovon alle Bürger in unserem schönen Land profitieren. Beziehen Sie alle gesellschaftlichen Schichten in Ihr Wahlprogramm ein. Versuchen Sie das wirtschaftliche Potenzial von Deutschland besonders in den Ländern des ehemaligen Ostblock, dabei besonders nach Rußland zu verkaufen. Organisieren Sie wirtschaftliche Hilfe für die aufstrebenden Länder Afrikas so, dass die Menschen dort bleiben, arbeiten und menschwürdig Leben können. Unterbinden Sie bitte, dass diese Länder weiter ausgenommenwerden wie Weihnachtsgänse, ansonsten kommen alle zu uns. Das wird furchtbar. Daran werden Sie gemessen.

  • Die alten Böcke kleben an ihrem Stuhl und an ihren Posten !
    Die FDP wusste wann es zeit ist , die SPD hat den Generationen wechsel längst Verschlafen !
    Wir können weder den Steinmeier noch (oder erst recht nicht )den Steinbrück sehen , Gabriel jedoch setzt dem die Krone auf .

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