Mit Äußerungen zum Wahlausgang in Italien provozierte Steinbrück einen handfesten diplomatischen Eklat. Bei einer SPD-Veranstaltung sagte er, er sei bis zu einem gewissen Grad entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen hätten. Damit spielte er auf das Abschneiden des früheren Regierungschefs Berlusconi und des Spitzenkandidaten der Protestbewegung "5 Sterne", Grillo an. Italiens Staatspräsident Napolitano sagte wegen der Äußerungen ein Treffen mit Steinbrück ab. Auch in seiner eigenen Partei regte sich Kritik. Die SPD-Abgeordnete Burchardt sagte, es sei nicht diplomatisch, das politische Personal eines befreundeten Staates mit solchen Begriffen zu belegen. Der SPD-Fraktionsgeschäftsführer Oppermann vertrat dagegen die Ansicht, Steinbrück habe es auf den Punkt gebracht. Man dürfe doch politische Ereignisse auch noch politisch kommentieren, wenn man Kanzlerkandidat sei.