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SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrücks große Gegenoffensive

Aus der Deckung in die Offensive: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat „kein schlechtes Gewissen“ wegen seiner bezahlten Vorträge. Am Sonntag stellt er sich in einer TV-Sendung nochmals der Öffentlichkeit.

Peer Steinbrück geht die Diskussion um seine Vorträge offensiv an. Quelle: dapd
Peer Steinbrück geht die Diskussion um seine Vorträge offensiv an. Quelle: dapd

BerlinIn der Debatte über seine Nebeneinkünfte geht SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück voll in die Offensive. "Ich habe kein schlechtes Gewissen", sagte Steinbrück am Samstag im Deutschlandfunk. Er könne nichts "Ehrenrühriges" daran finden, dass er von Unternehmen, Banken, Versicherungen und Anwaltskanzleien, die gewinnorientiert seien, für eine erbrachte Leistung ein Honorar genommen habe. Bei Schulen, Vereinen und ehrenamtlichen Institutionen habe er hingegen keine Bezahlungen für seine Redeauftritte verlangt.

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Bereits am Freitag hatte Steinbrück überraschend angekündigt, alle Informationen zu seinen Honoraren so schnell und umfassend wie möglich offen zu legen. Kurz zuvor hatte er dies noch abgelehnt. Derzeit müssen Abgeordnete Nebeneinkünfte nicht genau preisgeben, sondern lediglich drei Stufen zuordnen - bis 3.500 Euro, bis 7.000 Euro und mehr als 7.000 Euro. Steinbrück hat in der laufenden Legislaturperiode mehr als 80 Vorträge gehalten, für die er Honorare der höchsten Stufe bekommen hat.

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Am Sonntag will sich der SPD-Kanzlerkandidat nochmals der Öffentlichkeit stellen: Für den Abend ist ein Auftritt in der ARD-Sendung "Günther Jauch" geplant.

Steinbrück betonte, er habe seine Nebeneinkünfte beim Bundestag stets "lupenrein" angezeigt. "Das wissen übrigens die, die das heute aufmischen, seit zwei oder drei Jahren", sagte er. Vorwürfe aus der CSU, er sei ein Liebling der Spekulanten, wies Steinbrück als "absurd" zurück.

  • 07.10.2012, 11:14 UhrR.Rath

    Auch bei Vortrags-Peer haben wir es mit der Gattung Politiker zu tun, die zumindest "angefüttert" sind mit beträchtlichen Zusatzeinkommen von interessierter Seite.
    Das "Anfüttern" ist bekanntlich eine Vorstufen der Korruption, wo eine gewisse "Geneigtheit" von Politikern hergestellt werden soll, von denen man annimmt sie würden in naher Zukunft entsprechende Posten besetzten , mittels derer sie zu Entscheidungsträgern werden.

  • 07.10.2012, 11:01 Uhrpikokelvin

    der steinbrück scheint sich vor der eigenen kavallerie zu fürchten.
    ein sprichwort sagt:
    was ich gerne selber tu, dass trau ich auch noch andern zu.

    na ja,....anderen drohen, sie hätten dreck an stecken; und dann selbst noch so zu tun, als sei man der "kaiser von china" lässt auf abgefahrene dekadenz vom feinsten schliessen.
    die politiker allesamt, die öffentlich tätig sind; und werden sollen, weil vom volke bezahlt....alles, aber restlos alles offenlegen müsse.
    weiter sollte standart sein, wer für den staat tätig ist, darf keine nebentätigkeit irgendwelcher art ausüben. jede steuererklärung muss von "volksvertretern" öffentlich gemacht werden.
    auch den parteien soll es verboten werden, irgendwelche "spenden und vergünstigungen aller art" anzunehmen. die können sich von ihren mitgliedsbeiträgen finanzieren und von sonst niemanden.
    das ist transparenz und würde die glaubwürdigkeit der politiker und den parteien erheblich steigern.

    aber zwischen wunsch und wirklichkeit klafft bekanntlich immer eine grosse lücke; und auch so ist es auch mit dem erfolg.

  • 07.10.2012, 10:45 UhrFalk

    "Vortrags-Gerd"? Will Gerhard Schröder wieder kandidieren?
    Wir haben es hier mit "Vortrags-Peer" zu tun.
    Sonst stimmt alles in Ihrem Kommentar.

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