SPD-Kanzlerkandidatur
Ex-Kanzler Schröder emfpiehlt Ex-Finanzminister

Wenn es nach Gerhard Schröder geht, kann es für die Kanzler-Kandidatur der SPD nur einen geben: Peer Steinbrück. In dessen Biografie lobt der Ex-Kanzler den früheren Finanzminister in den höchsten Tönen.
  • 8

BerlinDer ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat in der parteiinternen Debatte um den künftigen SPD-Kanzlerkandidaten den früheren Finanzminister Peer Steinbrück unterstützt. „Mich würde es freuen, wenn Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD würde“, wird Schröder in der Biografie „Peer Steinbrück“ zitiert, aus der die „Welt am Sonntag“ Auszüge vorab veröffentlichen will. „Er hat alle Aussicht auf Erfolg“, sagt Schröder darin dem Blatt zufolge.

Schröder lobt Steinbrück in dem Buch als unabhängigen Geist, der authentisch bleiben wolle. „Daher habe ich hohen Respekt für ihn.“ In der Finanzkrise sei Steinbrück während der großen Koalition „die eigentlich führende Figur“ gewesen, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich klug stets vor und neben Steinbrück gestellt. Als Schwäche des potenziellen Kanzlerkandidaten nannte Schröder dessen „häufig missverstandene Ironie“, die manchmal als Arroganz daherkomme. Steinbrück müsse das korrigieren, denn Ironie sei „in großen Sälen nicht vermittelbar“, sagte Schröder.

Die Steinbrück-Biographie des „Welt“-Korrespondenten Daniel Friedrich Sturm soll am kommenden Mittwoch in Berlin vorgestellt werden. Bei der SPD sind neben Steinbrück auch SPD-Chef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als mögliche Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 im Gespräch. Steinbrück, der dem rechten SPD-Flügel zugerechnet wird, wird immer wieder von Parteilinken vorgeworfen, sich von politischen Positionen der SPD abzugrenzen, beispielsweise bei der Rente mit 67.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Kanzlerkandidatur: Ex-Kanzler Schröder emfpiehlt Ex-Finanzminister"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Für den Vorschlag habe ich Verständnis. Sie sind so gleich!

    Schmidt hat ihn angeboten. Schröder hat ihn jetzt wieder angeboten. Steinbrück muss doch Sauerbier sein, wenn er so angeboten wird. Offensichtlich liebt ihn keiner, sonst würde sich diese beiden Haudegen doch nicht so ins Zeug legen.

    Ich schätze Helmut Schmidt sehr, habe hohe Achtung vor ihm. Aber er sollte sich für so etwas nicht hergeben. Gut, wir haben damls den feinen Hinweis auf dem Cover zu Steinbrücksbuch gesehen. Die beiden spielten falsch.

  • Laut Umfragen ist die SPD zweitstärkste Partei .Früher war es mal die Partei der Arbeiter aber heute wird sie gewählt von den Unternehmern ,weil Schröder die Arbeitnehmer über alle Grenzen belastet hat u. die Unternehmer entlastet .
    Deshalb der Spruch : Der Genosse der Bosse .

    Die Arbeitnehmer /Rentner sollen sich hüten diesen Verein
    zuwählen .Dann können wir unter Steinbrück schon mal unser
    Testament machen .Er wird alle Register ziehen um das Volk
    in die Armut zuschicken .

    Schröder ist ein Vaterlandsverräter ,niemals werde ich die
    Sozen /Roten wählen .

    Auch diese Verräter werden den ESM absegnen , das Volk
    soll sich denen mit der Wahl 2013 verweigern .

    Die Piraten müssen die Fundamentalisten aus dem Parlament jagen . Das ist die Rache des Volkes !

  • Schröder der oberpeinlichste aller Bundeskanzler sollte sich lieber bei den lupenreinen Demokraten verkriechen als von Moskau aus das Großmaul Steinbrück vorzuschieben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%