SPD knapp hinter Union „Rot-Rot-Grün mit Chance auf knappe Mehrheit“

Die Sozialdemokraten liegen mit ihrem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz in einer Forsa-Umfrage knapp hinter der Union. Zusammen mit Grünen und Linken könnte es dennoch für eine Mehrheit reichen.
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Nachdem die SPD sich auf Martin Schulz als Kanzlerkandidaten festgelegt hatten, legte sie in den Umfragen zu. Quelle: dpa
Martin Schulz

Nachdem die SPD sich auf Martin Schulz als Kanzlerkandidaten festgelegt hatten, legte sie in den Umfragen zu.

(Foto: dpa)

BerlinDie SPD schiebt sich in der Wählergunst an die Unionsparteien heran. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Magazins „Stern“ und des Senders RTL kommen die Sozialdemokraten auf 32 Prozent (plus ein Prozentpunkt) und liegen knapp hinter CDU und CSU, auf die wie in der Vorwoche 33 Prozent entfallen. Die Grünen bleiben bei acht Prozent, die Linke bei sieben Prozent. Einen Punkt büßt die AfD ein, die nun auf acht Prozent kommt. Auch die FDP verliert leicht auf sechs Prozent.

Bei einem Anteil von sechs Prozent für sonstige kleine Parteien, die nicht im Bundestag vertreten wären, könnten bereits etwas über 47 Prozent für eine regierungsfähige Mehrheit ausreichen, sagte der Chef des Umfrageinstituts Forsa, Manfred Güllner. „Weil SPD, Linkspartei und Grüne zusammen auf diese 47 Prozent kommen, hätte Rot-Rot-Grün, wenn schon jetzt gewählt würde, durchaus die Chance, mit knapper Mehrheit die Regierungskoalition zu stellen.“

Das Forsa-Institut befragte vom 27. Februar bis 3. März im Auftrag von „Stern“ und RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten. In einer am Mittwoch vorab veröffentlichten Ipsos-Umfrage gab die SPD dagegen einen Punkt auf 29 Prozent ab. Die Union kommt auf 33 Prozent der Stimmen nach 32 Prozent Ende Februar.

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  • Für Merkel bleibt als Joker immer die AfD. Die wäre zudem ein Lichtlein im Kampf gegen die von den Linksfaschisten geplante Auflösung Deutschlands.

  • Herren Henseler und Löwenstein,
    ich bewundere Ihr vermeintliches Wissen! Aber: Glauben heißt: nicht wissen!
    Im übrigen kommen Sie mir als RRG-Geisterbeschwörer ganz schön altbacken vor!
    Die Union warnt vor RRG mit altbackenen Ront-Front-Parolen ("Steigbügelhalter des Kommunismus") wie zu Zeiten des kalten Krieges. Als ob heute die Gefahren links lauerten. Das hat die Union mit den Rechten gemein.
    Nein, die Zeiten haben sich geändert. Als der Kalte Krieg herrschte, als in den Kirchen vor Wahlen noch in sogenannten Hirtenbriefen dazu aufgerufen wurde, eine christliche Partei zu wählen, konnte man auf diese Weise in der Bevölkerung noch entsprechende Ängste schüren. Der Kalte Krieg ist Vergangenheit. Selbst Seehofer ist ja letztes Jahr zu Putin, dessen Verhalten er als "nobel" bezeichnet hatte, gereist, um der Kanzlerin in ihrer Russland-Politik gewissermaßen als selbsternannter bayerischer Außenminister in den Rücken zu fallen (wie seinerzeit vor dem Irak-Krieg Merkel mit ihrer Reise zu Bush dem damaligen Kanzler Schröder in den Rücken gefallen ist).
    Die sogenannten christlichen Parteien haben ihr "C" verspielt. Die christlichen Würdenträger haben sich von diesen Parteien abgewandt.
    Die Gefahren für unsere Demokratie lauern rechts, wie man u.a. in Ungarn, Polen, in der Türkei und aktuell in den USA sehen kann. Die Rot-Front-Parolen wird der Union kaum noch einer abnehmen.
    Ihre Vordenker, u.a. Spahn, Scheuer und Tauber, hatten sich auf dem sogenannten Friedens/Zukunftsgipfel und danach als Rückwärtsdenker profiliert. Das ist Politik von gestern! Die Union wäre gut beraten, ihre Vordenker in die Wüste zu schicken, bzw. Scheuer besser nach Senegal. Neuerdings haben sich auch Volker Kauder und seit Aschermittwoch Alexander Dobrindt und Horst Seehofer in diese unselige Riege der Rückwärtsgewandten eingereiht!
    Verteidigen wir unsere Demokratie! Wählen wir keine rückwärtsgewandten Politiker, schon gar nicht, wenn diese mit rechtem Gedankengut auf Stimmenfang gehen!

  • Gegen Rot/Rot/Grün im Bund gebe es eine weitere Alternative.

    Nein, nicht die AfD. Die muss erst einmal ihre Flügelkämpfe beenden und damit eine "richtige" Partei werden, der die Wähler ihre Zukunft anvertrauen können. Außerdem werden CDU und CSU es die nächsten 8 Jahre nicht wagen, mit der AfD zu koalieren.

    Die Alternative wäre, Erststimme an CDU und CSU, damit die möglichst viele Direktmandate erhalten. Zweitstimme an FDP, vorausgesetzt, die treten mit einem eigenen Kanzlerkandidaten an, und verweigern Angela Merkel die erneute Wahl zur Kanzlerin.

  • Herr Clemens Keil, diesmal nicht CDU! Ich glaube nicht, dass Sie jemals CDU gewaehlt haben. Ihre Argumentation haette vor 4 oder 8 Jahren gleich gelautet.
    Es wird also nicht an Ihrer Stimme liegen, ob RRG gewinnt, die war dort schon
    immer.

  • Herr Clemens Keil - 08.03.2017, 09:47 Uhr

    Naja, einiges, was Sie nicht wählen wollen, wählen sie in viel stärkerem Maße, wenn sie Schulz wählen.
    Was Schulz verspricht, und das weiß Schulz, wird Schulz niemals umsetzen können und auch nicht müssen. Auch unter Schulz wird es kein Geld für die eigene Bevölkerung geben, weil er die EU retten will und die anderen beiden Koalitionspartner ungebremst Flüchtlinge ins Land holen wollen, weil doch die Integration der bisherigen Andersgläubigen so gut funktioniert hat.
    Komischerweise gibt es keine solchen Probleme mit Asiaten, Italiener, Spaniern, Griechen etc. Woran das wohl liegen mag.
    Leider muss man Sarazzin Recht geben. Deutschland schafft sich ab.

  • Rot-Rot-Grün wäre dann der definitve Untergang Deutschlands.

    Grüne fordern die deutsche Staatsbürgerschaft für jedes Kind in Deutschland, damit ist eine Abschiebung auch von ausländischen Kriminellen unmöglich.
    Der Nachwuchs der SPD fordert ein weltweites Einreiserecht für alle nach Deutschland. Das ist ja schon grüner als grün.
    Die Linken fordern eine Vergemeinschaftung der Schulden aller europäischen Staaten, so dass wir direkt die Schulden der Südländer mittragen.
    Schulz selbst ist ein überzeugter Eurobonds-Befürworter.

    Wenn ein Volk so sehr den Untergang will, dann soll es wohl so sein und hat es nicht besser verdient.

    Allerdings, wann haben zuletzt die Umfragen überhaupt gestimmt...die lagen die letzen male gut daneben....das läßt hoffen.

  • Diesmal wähle ich nicht die Union mit ihrer abgewirtschafteten Kanzlerin, ihrem erbarmungswürdigen Finanzminister, ihrer unterwürfigen Amerika-Politik mit ihrer willfährigen Verteidigungsministerin, ihrem unwürdigen und unglaubwürdigen Politikstil (ich sage nur Seehofer!), ihrer Wandlung von einer menschlichen Willkommenskultur zu einer menschenverachtenden, unchristlichen Abschiebekultur und ihrer Ignoranz und Untätigkeit angesichts der wachsenden sozialen Ungleichheit, sondern die SPD mit ihrem unverbrauchten Kanzler in spe, Martin Schulz, der mehr soziale Gerechtigkeit wagen will und der dem unsäglichen Trump weiterhin die Stirn bieten wird.
    Ich hätte Bange vor einem weiteren Jahrzehnt Unions-dominierter Politik (vgl. auch https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/unter-dem-mantel-der-geschichte ) mit rechtspopulistischer Ausrichtung in bekannter Tradition, mit einer rückständigen Bildungspolitik, mit einer Altersarmut fördernden Rentenpolitik und einer die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnenden Sozial-, Abgaben- und Steuerpolitik, mit einer planlosen, menschenunwürdigen Flüchtlingspolitik, mit einer weiterhin Milliarden von Steuergeldern in veraltete Modelle und Strukturen verschwendenden rückwärtsgewandten Familien- und Frauenpolitik, mit einer Grünen Idealen widersprechenden Klima- und Umweltpolitik, mit hü und hot in der Atomenergiepolitik, mit einer Europa-Politik, die Europa gegen die Wand fährt, und den EURO zulasten von Sparern und Rentnern "rettet", mit einer weiteren Hinwendung an einen - nicht nur von namhaften christlichen Würdenträgern - heftig kritisierten, verkommenen, hilflosen, des "C" im Parteinamen unwürdigen, die Wählermüdigkeit fördernden Politikstil.

    Wer kommentiert? Der Rentenrevoluzzer:
    https://youtu.be/BgVWI_7cYKo
    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!

  • Hat sich Herr Schulz überhaupt schon mal zum Thema Sicherheit, Flüchtlinge oder türkischer Wahlkampf in Deutschland, Beleidigungen Deutschlands durch türkischer Regierungsmitglieder geäußert, innere Sicherheit?
    Kann mich nicht erinnern, irgendwas gelesen zu haben.

    Es wird Zeit für ein Wende in der Politik.

  • Das Weltklima bestimmt Frau Merkel , auch wenn Herr Schulz die größte Herausforderung für Frau Merkel ist . Er ist der beliebteste SPD-Mann seit Willi Brandt . Aber Frau Merkel hat ein Ass im Ärmel , dass ihr 9,2 bis 11,6% auf einen Schlag , 10 Tage vor Wahltermin bringen wird! Sozusagen ein Oderhochwasser auf Anforderung zum Wunschtermin !

  • Die Saarland Landtagswahl wird der erste Test für Rot-Rot-Grün und die Union sein...dann wird es sich zeigen, wie viel Verluste diese Parteien gegenüber der AfD einfahren werden.

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