SPD-Kritik an Griechenland-Äußerungen
„Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“

Geht es nach einigen konservativen CSU-Politikern, sollte Griechenland besser heute als morgen die Euro-Zone verlassen. Die SPD im Europaparlament reagiert verärgert und weist den Vorstoß als Populismus zurück.
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BerlinIn der Debatte um die neue griechische Regierung hat der Vorsitzende der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Udo Bullmann, Äußerungen aus der CSU scharf kritisiert. Hintergrund ist die in dieser Woche erhobene Forderung der CSU-internen Gruppierung „Konservativer Aufbruch“, die „fehlgeschlagene Rettungspolitik“ der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank (EZB) zu beenden.

„Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“, sagte dazu Bullmann dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Die Angreifer sprechen von griechischer Freibier-Mentalität - sie sind offenbar lange nicht in Griechenland gewesen.“ Dort seien allen öffentlich Bediensteten 30 Prozent ihres Einkommens gekürzt worden. Viele Jüngere hätten zudem keine Arbeit, und Menschen könnten in Krankenhäusern nicht mehr behandelt werden, weil Ärzte fehlen.

„Freibier-Mentalität herrscht höchstens bei den Oligarchen, die noch immer keine Steuern zahlen - und bei den CSU-Populisten“, sagte der SPD-Politiker. Tatsächlich habe aber das „Diktat der Austerität“ Hunderttausende Menschen aus dem griechischen Mittelstand in die Armut gestoßen.

Bullmann warf den Vertretern des „Konservativen Aufbruchs“ überdies vor, mit ihren Äußerungen, die Diskussion um einen Austritt Griechenlands aus dem Euro, den sogenannten Grexit, befeuert zu haben. „Dieser würde den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten und zu unkalkulierbaren Marktturbulenzen führen“, warnte Bullmann. „Die Ansteckungseffekte könnten den Euro wieder in eine tiefe Krise stürzen.“

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Prominente CSU-Politiker beim konservative Initiative

Kommentare zu " SPD-Kritik an Griechenland-Äußerungen: „Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“"

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  • Geht es nach einigen konservativen CSU-Politikern, sollte Griechenland besser heute als morgen die Euro-Zone verlassen.

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    Da haben doch diese Politiker der CSU vollkommen Recht....

    weil dann Griechenland sich danach besser entfalten könnte...

    dazu würde es der EU die griechische Regierung keine weitere Milliarden zusätzlich an die EU kosten...

    der EURO würde sich wieder als eine Harte Währung zeigen....

    und eine Inflation in Europa wäre schneller erreichbar als mit DRAGHI´s SCHULDENGELDER !!!!!!









  • Schade das man die CSU nicht bundesweit wählen kann - sind zwar auch nicht DIE Alternative aber immer noch besser als die anderen Einheitsbrei-Parteien

  • „Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“
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    Tsipras bewundert Che Guevara.
    Der neue Finanzminister ist ein "Beton-Stalinist".
    Der Außenminister wechselte den Pelz von Ultra Links nach Ultra Rechts.

    Geht es nach einigen konservativen CSU-Politikern, sollte Griechenland besser heute als morgen die Euro-Zone verlassen.

    In Griechenland regieren jetzt Links- und Rechtspopulisten. Syriza ist ein Konglomerat aus Sozialisten, Kommunisten und Stalinisten.
    Anel (Unabhängige Griechen) ist eine rechtsextremistische Vereinigung. Ihr Führer Panos Kammenos ist ein erklärter Antisemit.

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