Deutschland
SPD lehnt Einbürgerungstests ab

Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz hat die von der Union angestrebten bundeseinheitlichen Einbürgerungstests abgelehnt. Seiner Ansicht nach würden auch viele "Geburtsdeutsche" an den jetzt geplanten Tests scheitern.

„Wir sollten aus der Einbürgerung keine Führerscheinprüfung machen. Die Fragebogen sind klein kariert, peinlich und peinigend“, sagte Wiefelspütz der Zeitung „Die Welt“. Nötig sei vielmehr eine „Kultur der Einbürgerung“. Die Bundesländer müssten lange in Deutschland lebenden ausländischen Mitbürgern eine „einladende Hand“ reichen.

„Einbürgerung darf kein bürokratisch kaltes Projekt werden“, sagte Wiefelspütz. Ein paar Länder verhielten sich „sehr deutsch und leider auch übereifrig“. Tests wie in Hessen und Baden-Württemberg sollten rasch zu den Akten gelegt werden. „Wir brauchen intelligentere und menschenfreundlichere Konzepte für die Einbürgerung“, sagte der SPD- Bundestagsabgeordnete. Denn schon relativ viele „Geburtsdeutsche“ seien nicht in der Lage, die in den Tests gestellten Fragen richtig zu beantworten.

Laut Bundesinnenministerium sind die Einbürgerungszahlen seit dem Jahr 2000 stetig zurückgegangen. Während damals noch 186 688 Ausländer eingebürgert wurden, waren es im Jahr 2004 lediglich 127 153.

Gehören Sie auch zu den „Geburtsdeutschen, die an den Fragen scheitern würden? Handelsblatt.com präsentiert eine Auswahl von Fragen des in Hessen geplanten Tests.  Zu den Fragen.

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