SPD
Mit Beck geht's weiter bergab

Der Absturz von SPD-Chef Kurt Beck in der Wählergunst geht ungebremst weiter. In dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend sank die Zufriedenheit mit seiner Arbeit auf einen historischen Tiefpunkt.

HB BERLIN. Keine guten Zeiten für SPD-Chef Kurt Beck: In dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend sank die Zufriedenheit mit seiner Arbeit gegenüber dem März um acht Punkte auf den historischen Tiefpunkt von nur 24 Prozent. Auch im direkten Vergleich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel büßt Beck vier Punkte ein. Bei einer Direktwahl zum Regierungschef würden sich nur noch 16 Prozent für ihn und 66 Prozent (plus vier) für Merkel entscheiden. Auch unter den SPD-Anhängern erreicht er nur 29 Prozent, gegen 55 Prozent für die CDU-Vorsitzende, die zwei Punkte mehr erreicht als im März.



Dagegen hätte der Umfrage zufolge Außenminister und SPD-Vize Frank-Walter Steinmeier bessere Chancen als Merkel-Herausforderer. Unter allen Wählern würden sich unverändert 31 Prozent für Steinmeier entscheiden, 55 (plus zwei) Prozent für Merkel. Bei SPD-Anhängern hätte er eine klare Mehrheit von 61 Prozent gegenüber 32 Prozent für die amtierende Bundeskanzlerin. Da Beck durch seinen umstrittenen Kurswechsel zur Linkspartei politisch angeschlagen ist, wird Steinmeier immer wieder als möglicher Kandidat genannt. Beck, dem als Parteichef der erste Zugriff zugebilligt wird, will den SPD-Gremien nach eigenen Angaben Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres einen Vorschlag machen.



Auch die SPD als Partei fällt in der Umfrage weiter in der Zustimmung der Wähler. In der „Sonntagsfrage“ verliert sie erneut zwei Punkte und liegt mit 26 Prozent auf dem schlechtesten Wert seit September 2004. Allerdings verliert auch die Union zwei Punkte, bleibt aber mit 37 Prozent weiter klar vor der SPD. Die FDP legt zwei Punkte auf zehn Prozent zu, die Grünen können sich um einen Punkt auf elf Prozent verbessern. Die Linke bleibt unverändert mit zwölf Prozent drittstärkste Kraft.



Schon in der letzten Forsa-Umfrage, der wöchentlichen Befragung des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL, hatte Beck in der Kanzlerkandidatenfrage weiter schlechter abgeschnitten als andere Genossen.

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