SPD

Nahles geht auf die Linke zu

Die neue Fraktionschefin Andrea Nahles will die SPD für die Linke öffnen. Sie fordert ihre Partei auf, programmatisch neue Wege zu gehen und Kapitalismuskritik zu üben – etwa an den negativen Seiten der Globalisierung.
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HamburgDie neue SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles ist zur Kooperation mit der Linkspartei im Bundestag bereit. „Wir haben jetzt vier Jahre in der Opposition vor uns, und wir müssen uns über unsere gemeinsame Verantwortung für unsere Demokratie auf die eine oder andere Weise verständigen. Dazu bin ich bereit“, sagt Nahles dem „Spiegel“.

Nahles appellierte an die Linke, ebenfalls einen Schritt auf die Sozialdemokraten zuzumachen. „Die Linkspartei ist zwar marktkritisch, aber auf dem politischen Markt geht es ihr leider zu oft um ihr Geschäftsmodell „Anti-SPD“ und nicht um politische Verantwortung. Wenn das so bleibt, wird es schwierig.“

Die SPD kam bei der Bundestagswahl auf 20,5 Prozent und würde die größte Oppositionsfraktion stellen, sofern sie bei ihrer Absage an eine große Koalition bleibt. Sollte ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen gelingen, stellt Die Linke mit ihren 9,2 Prozent vom Wahltag die kleinste Oppositionsfraktion.

Ihre eigene Partei und Fraktion forderte Nahles auf, nach der Wahlniederlage programmatisch fundamental neue Wege zu gehen und künftig auch eine deutliche Kapitalismuskritik nicht zu scheuen. „Wir haben es versäumt, die negativen Seiten der Globalisierung zu thematisieren“, sagte die Fraktionschefin, die in der abgelaufenen Legislaturperiode Bundesarbeitsministerin war.

„Die SPD muss wieder lernen, den Kapitalismus zu verstehen und, wo nötig, scharf zu kritisieren“, forderte die ehemalige Juso-Chefin. Sie betonte: „Wenn wir in vier Jahren wieder ums Kanzleramt kämpfen wollen, müssen wir uns mehr zumuten und unsere eigene Programmatik kritischer infrage stellen, als wir das je gemacht haben in den letzten 20 Jahren.“

  • dpa
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6 Kommentare zu "SPD: Nahles geht auf die Linke zu"

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  • Dann wäre es sinnvoll langfristig die Koffer zu packen.

    Was nutz mir amr und sexy. Das sind schon die Berliner! Und so sieht es auch in vielen Stadtteilen -und nicht nur in Berlin- aus.

    Es gibt noch Menschen im Land, die denken zu Ende. Zumindest versuchen sie es. Es gibt auch andere.


    Jürgen Fritz: Ökonomische Zukunft Deutschlands liegt auf dem Rücken von nur 8 Millionen Bürgern
    Von Gastautor Jürgen Fritz7. August 2017 Aktualisiert: 21. September 2017 21:16
    Nur 27 Millionen Nettosteuerzahler auf fast 83 Millionen Einwohner. Davon 12 Millionen vom Staat Abhängige, die von den verbleibenden 15 Millionen ebenfalls mitversorgt werden müssen. Und jetzt auch noch Millionen Immigranten zu 90 Prozent ohne adäquate Qualifikation. Wann wird das Ganze kippen?

    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/juergen-fritz-oekonomische-zukunft-deutschlands-liegt-auf-dem-ruecken-von-nur-8-millionen-buergern-a2184356.html

  • "Die SPD muss wieder lernen, den Kapitalismus zu verstehen..." meint Nahes.

    Das wird bei SPD und Linken nicht funktionieren. Nahes passt aber gut zu ehemaligen SED. Man möchte ihr auch gönnen, das ihre hohlen Phrasen "Auf die Fresse..." bald auf sie zurückfallen.

    Als Unternehmerin würde man Phrasendrescher und Dampfplaudertaschen umgehend auf die Strasse setzen. Als Steuerzahler möchte man für solche Witzfiguren nicht einen Cent bezahlen!

  • Frau Nahles ist eine völlig überbewertete Politikerin. Lediglich eine Politkarriere, sonst nichts. Beruflich nichts und Studienmäßig auch nicht viel, aber immer wieder politisches Brot. Wenn man sie jetzt glorifiziert wegen der Einführung des Mindestlohns ist das völlig überhöht. Der Mindestlohn mußte kommen, da sonst die Sozialksassen explodiert wären. Dies hatten alle Politiker erkannt. Deren Hemd ist ihnen bekanntlich näher als der Rock der anderen. Jetzt will sie sich an die Linken ranwanzen um das Chaos von HartzIV vergessen zu machen. Nahles ist eine reine Opportunistin. Allein ihre dreckige Lache stößt mich so was von ab. Grrrrrrrrrrrrrrr!

  • Frau Nahes hat als Arbeitsministerin genug Schaden angerichtet. Sie will ja nun Ihren ehemaligen Kollegen "auf die Fresse hauen ". Wenn man sich so von seinen Kollegen verabschiedet, darf man in Zukunft auch kein Entgegenkommen erwarten. Stillos war es in jedem Falle, auch wenn man hinterher lacht!
    Als ehemalige Juso-Chefin passt sie sicher besser zu den Überbleibseln der SED.

  • ... schlich Damon denn Dolch im Gewande !
    .....Nahles geht auf die Linken zu , um sie was ?
    Die Linken sind link , aber nicht doof !!

  • Jetzt kann sie endlich ihr wahres Gesicht zeigen.

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