SPD-Parteitag
DGB-Chef wirbt für große Koalition

Arbeit, sichere Altersvorsorge, soziales Europa und gerechte Steuerpolitik – vier Punkte, die DGB-Chef Michael Sommer am Herzen liegen. Auf dem SPD-Parteitag hat er die Werbetrommel gerührt – für eine große Koalition.
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LeipzigDer scheidende DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat auf dem SPD-Bundesparteitag in Leipzig für eine große Koalition geworben. „Lasst uns die Chancen ergreifen bei allen Schwierigkeiten“, sagte Sommer am Freitag vor den rund 600 Delegierten. In einer Koalitionsvereinbarung müsse aber klar festgeschrieben werden, „dass wir zurückkehren zu einer guten Ordnung der Arbeit“.

Er habe die Hoffnung, dass die Rechte für Arbeitnehmer und Betriebsräte wieder gestärkt werden können, sagte Sommer weiter. Dazu gehöre „ohne Frage und ohne Wackeln“ ein Mindestlohn von 8,50 Euro in Ost und West. Zudem müsse „so weit es geht“ Schluss sein mit Befristungen und anderen Fehlentwicklungen am Arbeitsmarkt.

Es sei nicht realistisch, die Fehlentwicklungen der vergangenen 30 bis 35 Jahre in puncto Arbeit und Arbeitnehmerrechte mit einer Koalitionsvereinbarung zu korrigieren. Es gehe letztendlich aber um eine Gesamtabwägung. Für die Gewerkschaften seien vier Punkte wichtig: gute Arbeit, eine sichere Altersversorgung, ein soziales Europa und eine Steuerpolitik, in der die Reichen und nicht nur die Armen zur Kasse gebeten würden.

Sommer betonte zugleich, dass der „Entfremdungsprozess“ zwischen Gewerkschaften und SPD gestoppt sei. Er hob das Engagement von SPD-Chef Sigmar Gabriel hervor, der immer wieder versucht habe, „Brücken zu bauen“. Beim Thema gute Arbeit seien die Gräben geschlossen, in der Rentenpolitik seien sie „mindestens verkleinert“. Der DGB-Chef, der sein Amt 2014 an Reiner Hoffmann von der IG BCE abgibt, fügte hinzu: „Eine starke SPD ohne starke Gewerkschaften ist kaum denkbar.“

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Parteitag: DGB-Chef wirbt für große Koalition"

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  • "Editiert" ? Das kommt mir eher wie eine Art Zensur vor. Den derzeit noch amtierenden DGB-Vorsitzenden halte ich -seit 1972 Mitglied der IG Metall und langjähriger Betriebsrat- für einen der politisch farblosesten DGB-Vorsitzenden seit 1949. Kritik an der SPD und deren Sozialabbau wurde eigentlich immer erst formuliert nachdem der Druck der Basis stärker wurde. In einer Ur-Wahl wäre so ein Gewerkschaftsfunktionär nie mehrheitsfähig gewesen. Nur im DGB wählen eben nicht die Mitglieder sondern die Führungsebene der Einzelgewerkschaften legt gemeinsam fest wer die Mitglieder "repräsentiert". Ich halte das für ein demokratisches Defizit !

  • ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    [...] Was hat er denn für die Arbeitnehmer erreicht ,im Endeffekt fast nichts .

    [...]

    Je früher er das Handtuch schmeißt ,umso besser .

    Wo bleiben die echten Kämpfer der Gewerkschaften.

    [...]

    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Umarmt, was ihr nicht ändern wollt…

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