Um die SPD-Mitglieder doch noch von einer Großen Koalition zu überzeugen, stellt Martin Schulz ein neues Thema in den Vordergrund: ein Vereinigtes Europa. Doch die Idee hatten die Genossen schon vor fast 100 Jahren.

Kommentare

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  • Moment mal Herr Henseler, Madagaskar war für andere vorgesehen, da können Sie nicht einfach unsere Hartz 4 er bevorzugen.

  • Wer meint die EU von oben regieren zu können hat ebenso wenig gelernt wie die Frau Kanzler. Mit Gewalt können nicht einmal ein paar Okkupanten verteil werden.

  • @ Hans Henseler
    Da hackt wohl jemand direkt von seinem EU-Schreibtisch aus seine Parolen hier rein. Einfach schlimm.

  • Was hier die Zentralismusfreunde so von sich geben, ist an Naivität und schierer Weltfremdheit nicht mehr zu überbieten.
    Besonders solche Statements wie "nur so koennen wir global bestehen" (schön international ohne Umlaute geschrieben) oder "können sie uns schon aus Effizienzgründen auch gar nicht leisten" zeigen, wie hier einfach nur ungeprüft genehme Parolen wiedergegeben werden. Gibt es zu diesen Behauptungen Belege?

    Es ist vielmehr so, dass der Zentralismus überall nur Schaden für die Allgemeinheit anrichtet. Der (untergegangene) Kommunismus sollte da schon Warnung genug gewesen sein. In der EU erleben wir das Gleiche leider immer noch. Es muss sich etwa für einen Griechen toll anfühlen, wenn seine Steuer- und Sozialpolitik von der "Gemeinschaft" ausgedacht und beschlossen wird.
    Der Zentralismus ist deshalb auch generell auf dem Rückmarsch, sogar jahrzehntelang existierende Grenzen wie die von Spanien werden jetzt in Frage gestellt und können nur noch mit Gewalt gehalten werden. Das Volk hat sich bereits für eine Souveränität entschieden. Aber das Volk hat unter dem Zentralismus nichts zu sagen.

    All den Spinnern hier sei gesagt: Fragt erst einmal die Völker, was die so von eurem Größenwahn halten!

  • Herr Keizer, ist gibt keine Diktatur aus Bruessel. Die Kommission kann sich nicht
    ueber die Anweisungen der Regierungen hinwegsetzen. Auch das direkt gewaehlte
    Europaparlament hat nur sehr beschraenkte Moeglichkeiten. Die Abgeordneten des
    Parlaments werden nicht proportional zur Anzahl der Buerger jedes Landes gewaehlt, aber das ist bei unserem Bundesrat genauso. War eine weise Konstruktion von Bismarck. War haben genug Demokratie (m. e. manchmal zu viel).

  • Zum Thema Europa meldet der Spiegel:
    Neue Entwicklung im Dauerstreit um Glyphosat: Die Bundesregierung hat sich in ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingeschaltet, in dem es um potenzielle Gesundheitsgefahren des Unkrautvernichters geht. Laut einem Dokument des Gerichtshofs unterstützt die Bundesregierung die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde Efsa bei dem Versuch, die Veröffentlichung von Studien über das Herbizid zu verhindern.

    Die Efsa hatte Glyphosat für gesundheitlich unbedenklich erklärt. Vier Grünen-Europaabgeordnete hatten daraufhin im Mai beim EuGH auf die Herausgabe der Studien geklagt, die zur Basis des Efsa-Urteils gehörten. Sie waren von den Herstellern Monsanto und Cheminova selbst angefertigt worden.

    Noch Fragen zur Lobbyarbeit?

  • @Herr Heinz Keizer, 07.12.2017, 17:38 Uhr

    „Es fragt sich nur, was für ein Europa wollen wir? Wollen wir ein Europa von Brüssels Gnaden, mit Bürokratie und Dirigismus? (…) Oder wollen wir ein freies Europa für freie Bürger?“

    Letzteres.

    “Wenn es ein Vereinigtes Europa geben soll, dann muß es demokratisch sein, "one man one vote" „

    Sag‘ ich doch immer.

    „Über eine stärkere militärische Zusammenarbeit wird erst seit kurzem nachgedacht.“

    Besser spät als nie. „Nationale Armeen“ sind in einem Verbund wie der EU nicht nur eine Absurdität, wir können sie uns schon aus Effizienzgründen auch gar nicht leisten. Nicht nur aus Kostengründen.

    „Dafür hat man eine Einheitswährung viel zu früh und unter völlig falschen Voraussetzungen eingeführt. (…)“

    Stimmt.

  • Herr Schulz, weder Italien noch Frankreich sind pleite. Nicht einmal GR, wo es wieder besser geht. Die weithin hoechsten Staatsschulden hat Japan. Die USA
    sind nicht besser als unsere Suedlaender. Wohin exportieren wir unsere Waren?
    hauptsaechlich in die EU. Und es gibt globale Marken in den Suedlaendern.
    Was waere in Deutschland viel besser, wenn wir Meckpom, die Saar, Berlin,
    Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Bremen rausschmeissen. Oder wenn wir alle
    Hartz4-Empfaenger nach Madagaskar abschieben. In jeder Gemeinschaft gibt es
    staerkere und schwaechere. Real Madrid besteht nicht aus 22 Ronaldos.

  • Herr Hans Henseler - wie soll das aussehen ?! Italien faktisch pleite, Frankreich noch ein Schritt weiter, Spanien ebenso, Griechenland nicht existent und der Rest ist in der Wirtschaftsleistung so unbedeutend, dass es nicht auffällt...Globale Marken, Weltmarktführerschaft, Zukunftsbranchen sind in den genannten Ländern nicht vorhanden...

  • Allen Unkenrufen zum Trotz: Ich bin nicht fuer Schulz, aber ich war immer fuer die
    Vereinigten Staaten von Europa. Natuerlich gibt es da Staerkere und Schwaechere,
    wie in jeder Familie. Aber nur so koennen wir global bestehen, und die Globalitaet
    kann niemand zurueckdrehen - nicht einmal Herr Trump.

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