SPD-Politiker Garrelt Duin
„Mit einer Urwahl des Kanzlerkandidaten würden wir gut fahren“

Der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises und wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Garrelt Duin, plädiert für eine Direktabstimmung in der K-Frage. Zugleich warnt er vor einem Veto beim Fiskalpakt.
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Herr Duin, am Dienstag lädt Ihr konservativer Seeheimer Kreis zur Spargelfahrt auf dem Wannsee — ein Großereignis in der SPD. Welches Signal werden die Genossen aussenden?

Dass wir Regierungsverantwortung übernehmen wollen. Dass wir bereit sind. Dieser Optimismus ist derzeit überall in der Partei greifbar. Es gab es auch schon Zeiten, an denen wir deutlich depressiver an Bord gegangen sind.

Sicher, nach den Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen und dem Sieg des Sozialisten Hollande in Frankreich wittert die SPD Morgenluft. Doch warum kommt die Bundespartei auch nach jüngsten Umfragen nur auf 30 Prozent?

Immerhin plus zwei Punkte. Wir müssen uns aber noch einmal ganz genau ansehen, was wir von Olaf Scholz mit seiner absoluten Mehrheit in Hamburg, von Hannelore Kraft in NRW und von Torsten Albig im Norden lernen können oder was offensichtlich nicht so erfolgreich war.

Und das wäre?

Erfolgreich war eine Mischung aus sozialer Gerechtigkeit und Wirtschaftskompetenz. Das hat Kraft belegt mit ihrem klaren Bekenntnis zur Industrie in ihrem Land und Scholz mit Elbvertiefung und Hafenausbau. Andere Landesverbände haben in der Schlussphase ihres Wahlkampfes Anzeigen gegen die Rente mit 67 geschaltet. Und die haben dann den zweiten Platz belegt. Daraus kann man lernen.

Vielleicht wünschen sich die Wähler mittlerweile auch eine klare Aussage, wer eigentlich die SPD in den Wahlkampf 2013 führen wird?

Wichtig ist, dass Parteichef Sigmar Gabriel das erste Wort hat. Historisch ist nicht belegbar, wann der richtige Zeitpunkt für eine Kür ist. Entscheidend ist, dass wir den Richtigen auswählen, der dann auch gewinnen kann.

Das klingt zahm. Kürzlich haben Sie noch eine rasche Entscheidung gefordert, welches Mitglied der Troika aus Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück den Job machen soll.

Richtig ist, dass es in Partei und Fraktion ein wachsendes Bedürfnis gibt, diese Frage zu klären. Man muss aber jetzt nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen.

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„Mit einer Urwahl des Kanzlerkandidaten würden wir gut fahren“

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Es geht nicht um Beifall der sozialistischen Internationalen

Kommentare zu " SPD-Politiker Garrelt Duin: „Mit einer Urwahl des Kanzlerkandidaten würden wir gut fahren“"

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  • So ein quatsch,

    die Bilderberger haben Herrn Steinbrück schon vor 1 Jahr nominiert.

  • GERWERKSCHAFTEN sidn kriminelle Erpresserbanden hauptäschlich auskländischen Hiuntergrundes weil die hier sonst nicht mitabstimmen dürfen (Wahlstimmmen gegen Geld).

    Arbeitsrechtliches wird immer noch über den Gesetzgeber beschlossen. Der hat das Gewaltmonopol. Wer wirklich vorschriften will die auch durchstezbar sind der macht Politik und nicht etwa Gewerkschaft.

  • @BEER-BREUCKSTEIN! Ganz genau lassen Sie die Jugos für uns Drogenpartys organisieren, sagen wir zu Bob Marlys Brutseltag!

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