SPD rutscht weiter ab
Steinmeier beliebter als Merkel

Laut Umfrage ist die SPD weiter in der Wählergunst abgesackt. Wären nächsten Sonntag Bundestagswahlen, kämen die Genossen auf gerade 23 Prozent – zwei Prozent weniger als im Vormonat. Doch es gibt auch gute Nachrichten für die SPD: Kanzlerkandidat Franz-Walter Steinmeier löst Angela Merkel als beliebtester Politiker ab. Sorgen macht den Bürgern vor allem die wirtschaftliche Lage.

HB KÖLN/BERLIN. Im Aufwind befindet sich SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Er löste Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Spitze der beliebtesten Politiker ab. Auch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) punktet im Vergleich zum Vormonat und belegt den dritten Platz, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap für die ARD-"Tagesthemen" hervorgeht. Die Bürger trauen der Union aber am ehesten zu, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Folgen zu bewältigen.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die SPD auf 23 Prozent der Stimmen kommen, im Vergleich zum Vormonat ein Verlust von zwei Punkten. Dies ist ihr schlechtester Wert im ARD-Deutschlandtrend seit August 2004. Die Union käme unverändert auf 37 Prozent, die FDP auf zwölf Prozent (plus 1), die Grünen auf zwölf Prozent (plus 1) und die Linke ebenfalls auf zwölf Prozent (unverändert).

Die monatliche Liste der beliebtesten Politiker führt Steinmeier mit 74 Prozent an (plus sechs Punkte im Vergleich zum Vormonat). Dies ist der beste Wert, der je im ARD-Deutschlandtrend für ihn gemessen wurde. Mit der Arbeit der Kanzlerin sind 65 Prozent zufrieden (minus 6). Finanzminister Steinbrück erreicht 57 Prozent (plus 6).

Die Union kann vor allem bei der Wirtschaftskompetenz punkten. 53 Prozent der Bürger trauen ihr am ehesten zu, "die Wirtschaft in Deutschland voranzubringen" (SPD: 15 Prozent). 44 Prozent trauen der Union zudem am ehesten zu, "die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Folgen zu bewältigen" (SPD: 17 Prozent). Hingegen trauen 37 Prozent der SPD am ehesten zu, "für soziale Gerechtigkeit zu sorgen" (Union: 20 Prozent).

55 Prozent sind der Ansicht, Merkel leiste "gute Arbeit bei der Bewältigung der aktuellen Finanzkrise". 51 Prozent meinen, Merkel sorge dafür, "dass es in Deutschland wirtschaftlich bergauf geht". Dies sind allerdings 17 Punkte weniger als im Oktober 2007. 62 Prozent finden, die Kanzlerin kämpfe "überzeugend gegen den weltweiten Klimawandel". Auch hier muss Merkel jedoch Einbußen hinnehmen (minus 14). (Infratest dimap befragte am 1. und 2. Dezember 1000 Wahlberechtigte, für die Sonntagsfrage vom 1. bis 3. Dezember 1500 Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz beträgt 1,4 bei einem Anteilswert von fünf Prozent bis 3,1 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent.

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