SPD stehe vor historischer Aufgabe
Schröder: Gewerkschaften bleiben „unsere Freunde“

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat auf der 140-Jahr-Feier der SPD am Freitag in Berlin eindringlich für seine Sozialreformen geworben.

HB/dpa BERLIN. Es sei jetzt die historischen Aufgabe der SPD, auch im Interesse der Beschäftigten den Sozialstaat so umzubauen, „dass er in seiner Substanz erhalten bleibt, aber die hohen Lohnnebenkosten gesenkt werden können“, sagte Schröder bei der Festveranstaltung vor rund 2 000 Teilnehmern im Berliner Tempodrom.

Die Gewerkschaften forderte er auf, ihre Proteste gegen die „Agenda 2010“ zu überdenken. Die SPD könne nicht akzeptieren, dass die Erwerbstätigen von ihrem erarbeiteten Einkommen immer mehr abgeben sollten. Weniger Lohnnebenkosten kämen zugleich denen zu Gute, „die Arbeit haben und denen, die Arbeit suchen“. Dies wolle er „unseren Freunden von den Gewerkschaften ans Herz legen“. Schröder fügte unter großen Beifall hinzu: „Und sie werden unsere Freunde bleiben.“

In einem direkten Appell wandte er sich an seiner Kritiker in den Arbeitnehmerorganisationen: „Freunde in den Gewerkschaften! Denkt nach, ob der Weg, den wir vorschlagen, der Neujustierung der sozialen Sicherungssysteme, nicht doch der Richtige ist für die nächsten 140 Jahre, liebe Kolleginnen und Kollegen. Ich sage das in allem Ernst.“

Angesichts des globalen Wandels stünden alle Gesellschaften in Europa vor ähnlichen sozialen Herausforderungen, sagte Schröder weiter. Seine Parteifreunde in Deutschland wie in den Nachbarländern forderte er auf, sich diesen Herausforderungen „mit Leidenschaft“ zu stellen.

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