SPD stürzt in Umfrage ab

Schwarz-Gelb mit klarer Mehrheit

CDU/CSU und die FDP hängen die Konkurrenz ab: In einer Umfrage landet die Regierungskoalition bei 47 Prozent. Das ist der beste Wert seit 2009. Selbst ein rot-rot-grünes Bündnis kommt derzeit nicht an Schwarz-Gelb heran.
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Haben gut lachen: Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Vize Philipp Rösler. Quelle: ap

Haben gut lachen: Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Vize Philipp Rösler.

(Foto: ap)

BerlinKnapp ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl kommt die schwarz-gelbe Regierungskoalition erstmals seit mehr als drei Jahren wieder auf eine eigene Mehrheit. Mit zusammen 47 Prozent erreichen Union und FDP in dem am Mittwoch veröffentlichten „Stern“-RTL-Wahltrend ihren besten Wert seit Ende 2009. Schwarz-Gelb liegt damit vor SPD, Grünen und Linkspartei, die zusammen auf 46 Prozent kommen. Die Meinungsforscher von Forsa sehen den Grund dafür vor allem in der Schwäche der SPD und ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.

Für die Union würden laut Umfrage 41 Prozent der Befragten stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die FDP legt ebenfalls einen Punkt zu und wäre mit sechs Prozent wieder im Bundestag vertreten. Dagegen verlieren SPD und Grüne je einen Prozentpunkt. Die SPD fällt auf 23 Prozent, die Grünen auf 14 Prozent. Die Linkspartei gewinnt einen Punkt auf neun Prozent. Die Piratenpartei bleibt bei drei Prozent und würde an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

„Eine Fortsetzung der Koalition scheint nun möglich, woran man lange zweifelte“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem „Stern“. Die Ausgangslage vor der Bundestagswahl am 22. September sei für die Union und Kanzlerin Angela Merkel exzellent. „Hätte die SPD einen charismatischen Kanzlerkandidaten, würde auch bei Merkel manches kritischer gesehen.“ Doch so genieße Merkel noch immer hohes Ansehen. „Die Leute haben das Gefühl, bei ihr in Krisenzeiten gut aufgehoben zu sein“, sagte Güllner. Könnten sich die Wähler in einer Direktwahl zwischen Steinbrück und Merkel entscheiden, gäben nur 19 Prozent dem Sozialdemokraten ihre Stimme, 57 würden die Kanzlerin wählen.

Viele Bundesbürger bezweifeln offenbar, dass Steinbrück als Kanzler geeignet ist. Nur 34 Prozent halten ihn einer weiteren Umfrage für den „Stern“ zufolge für vertrauenswürdig, 32 Prozent für sympathisch, und nur 24 Prozent glauben, Steinbrück sei diplomatisch genug. Zudem denken 40 Prozent, dass Steinbrück für soziale Gerechtigkeit kämpft – dies ist aber ein Kernthema der SPD. 49 Prozent attestieren Steinbrück Führungsstärke. Allerdings denkt nicht einmal jeder Zweite (48 Prozent), dass Steinbrück zur SPD passt.

Für den Wahltrend befragten die Meinungsforscher von Forsa vom 2. bis 5. April rund 2000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Zu Steinbrück wurden am 3. und 4. April rund tausend Bürger befragt.

  • rtr
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26 Kommentare zu "SPD stürzt in Umfrage ab: Schwarz-Gelb mit klarer Mehrheit"

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  • Genossinen, Genossen, wir haben uns genossen, aber jetzt ist es Zeit zu gehen.
    Der "Neanderthaler" SPD stirbt endlich aus. 22%, da ist doch das Projekt 18% in Reichweite. Und die "Heulsuse" Steinbrück erlebt einen neuen "Höhenflug".
    2017 erreicht die spd endlich ihr wahres Ziel: 18‰

  • "Zu Steinbrück wurden am 3. und 4. April rund tausend Bürger befragt..

    Für das Ergebnis brauchte man keine 1.000 Bürger zu befragen und das ist auch gleich der Vorwurf an die SPD-Führung. Steinbrück ist weder eine Führungsfigur noch ist es eine Person, hinter der sich die SPD-Basis ordnen kann. Der Gedanke allein war schon ein Flop, den die SPD-Führung und nicht der Kanzlerkandidat selbst zu vertreten hat.

  • ..und da sind die 5% noch unseriös niedrig geschätzt und behandelt. Jetzt stellen Sie sich vor, dass die wahren Werte höchstwahrscheinlich deutlich höher liegen. Wenn dann die AfD auch noch bei der öffentlich-rechtlichen-Klientel bekannt wird, dann bedeutet "Grosse Koalition" etwas anderes, als der Verband mit der Splitterpartei SPD.

  • Das muss man sich mal vorstellen: Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wird erst am Wochenende endgültig gegründet, da nähern sich die Umfragen jetzt schon der 5 % - Marke. Das liegt am guten Programm von guten Köpfen und an dem Versagen der Altparteien, die keine Bürgerwünsche mehr zulassen. Somit wird auch meine Familie die AfD wählen, endlich ein Stück Anti-Euro, der mit seiner Dauerkrankheit eingehen wird.

  • Solche noch einmal wählen!! Die passen bestens zum Bankensektor.
    Die sollte man alle in die Sahara, ohne Wasser schicken.
    Ich wähle, um denen einen Denkzettel zu verpassen,
    nächstes Mal die Linken.

  • @TimoE

    Zitat: ... brauchbare bis gute Arbeit...

    Wenn man die zukünftigen Folgen dieser Politik für viele Menschen betrachtet, klingt das wie böse Ironie.

  • Zitat: " Warum kommt in keiner Umfrage die AfD vor? "

    Sie ist unter "Sonstige" gelistet, da sich der Zuspruch zu dieser Partei unterhalb der Fehlertoleranz befindet.

    Interessantes zum Wahl-O-Meter (nicht zu verwechseln mit dem Wahl-O-Mat!!!)http://deppentoeter.wordpress.com/2013/03/30/wahl-o-meter-eine-merkwurdige-app-mit-manipulativer-wirkung/

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Mal wieder eine Studie von Forsa für Stern und RTL. RTL = Bertelsmann-Verlag.
    Also zwei Medien die stramm links auf Regierungsebene sind.
    Die SPD verliert, ja das stimmt.
    Warum?
    Die SPD hat bis heute kein wirkliches Programm, außer, dass sie Steuern massiv erhöhen wollen, da sind sie auf grüner Seite
    Dann noch das Dummgeschwätz mit dem Doppelpas, auch ein grünes Anliegen
    Und hier kommen wir doch zum eigentlichen Problem der SPD. Die SPD ist völlig vergrünt und man kann den Eindruck gewinnen, dass sie gar keine eigenständige Partei mehr ist.
    Die Neoliberalen in der SPD sind voll auf Merkel-Kurs und schaden damit ihrer Partei
    Altkanzler Schröder lobt Merkel via Presse über den grünen Klee.
    Im Wahlkam dürfte wo was nicht hilfreich sein.
    Die SPD hat völlig ihre Wurzeln verloren und wenn sie das Ruder nicht endlich rumreißt, geht sie unter
    Zum 150. Geburtstag in diesem Jahr kann man dann sagen !Tschüß SPD"

  • Ich frage mich schon lange was los ist in unsrem Land, dass zunehmend Amerikaner bei uns reden und uns sagen, wie wir es zu machen hätten
    Dann kommt noch der türksiche Ministerpräsident und hält Reden an "seine " Landsleue, die z. T. den deutschen Paß haben. Erklärt ihnen, sie sollen sich ja nicht zu sehr integrieren
    Ich kann mich nicht erinner, dass es je umgekehrt war und Deutshe ständig in andren Ländern der Regierung rein reden.
    Also was ist hier los?

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