SPD verharrt auf Allzeittief
Umfrage: Union steht schlecht da

Das Ansehen von CDU und CSU ist auf den niedrigsten Stand seit November 2002 gesunken. Nach einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD würden bei der Bundestagswahl derzeit nur noch 44 Prozent der Deutschen die Union wählen.

HB BERLIN. Im Vergleich zum Vormonat sei dies ein Verlust von einem Prozentpunkt, berichtete die ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ am Freitag. Anfang des Jahres hatte die Union noch bei 50 Prozent gelegen. Als Ursache für die derzeitige Schwäche der Union sehen die Wahlforscher die Diskussion um eine Lockerung des Kündigungsschutzes

.

Die SPD stagniert der Umfrage zufolge auf ihrem Allzeittief von 23 Prozent. Die Grünen erhalten unverändert 13 Prozent der Stimmen, die FDP verbessert sich von 7 auf 8 Prozent, und die PDS bleibt bei 7 Prozent. Bemerkenswert ist vor allem die Zustimmung in den neuen Bundesländern: 27 Prozent der Ostdeutschen würden derzeit PDS wählen, womit die Linkssozialisten dort ihren Stimmenanteil innerhalb eines Jahres verdoppeln konnten. Für die repräsentative Untersuchung waren 1500 Personen befragt worden.

75 Prozent der Befragten bezweifeln, dass durch weniger Kündigungsschutz mehr Arbeitsplätze entstehen würden. Unverändert stark ist aber auch die Kritik an der Bundesregierung: 70 Prozent halten eine Kabinettsumbildung für notwendig. 30 Prozent der Befragten fordern eine Ablösung von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), aber auch Finanzminister Hans Eichel (28 Prozent) und Verkehrsminister Manfred Stolpe (23 Prozent) stehen weit oben auf der Liste.

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