SPD-Verteidigungsexperte
Bartels soll Wehrbeauftragter werden

Bald muss der letzte FDP-Politiker den Bundestag verlassen. Für den Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus scheint mit dem SPD-Mann Hans-Peter Bartels ein Nachfolger gefunden. Er hat Erfahrung auf dem Gebiet.
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BerlinDer SPD-Verteidigungspolitiker Hans-Peter Bartels soll neuer Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend aus Fraktionskreisen in Berlin erfuhr, habe ihn der SPD-Fraktionsvorstand für das Amt vorgeschlagen. Die Partei hat das Vorschlagsrecht für den Posten, so sei es bereits in den Koalitionsverhandlungen mit der Union vereinbart worden.

Bartels soll das Amt im kommenden Jahr turnusmäßig von Hellmut Königshaus übernehmen, der sich seit Mai 2010 als Wehrbeauftragter um die Sorgen und Belange der Bundeswehrsoldaten kümmert. Er ist der letzte FDP-Vertreter im Parlament.

Bartels wäre der zwölfte Wehrbeauftragte, in zwei Wochen soll die SPD-Fraktion über den Vorschlag abstimmen. Der 53-Jährige wurde in Düsseldorf geboren, studierte in Kiel Politikwissenschaft, Soziologie und Volkskunde.

Von 1988 bis 1998 war Bartels in der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei tätig, seit 1998 ist er Mitglied des Bundestags. Er ist verheiratet mit der zurückgetretenen Kieler Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke. Im Zuge der SPD-internen Auseinandersetzung um Gaschke wegen eines Steuerdeals war Bartels ebenfalls in die Schlagzeilen geraten.

Bartels wollte die Nominierung durch den Fraktionsvorstand am Montag nicht kommentieren. Der SPD-Politiker gehört seit 14 Jahren dem Verteidigungsausschuss des Bundestages an. Als junger Mann hatte er seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr geleistet. Jeder Soldat kann sich direkt an den Wehrbeauftragten wenden. Mindestens einmal im Jahr legt er dem Bundestag einen umfassenden Bericht vor, die darin thematisierten Missstände sorgen immer wieder für lebhafte Debatten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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