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08.08.2008 
Mecklenburg-Vorpommern

SPD-Vorsitzender Sellering soll Ringstorff-Nachfolger werden

Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Landesvorsitzender Erwin Sellering soll Nachfolger des scheidenden Ministerpräsidenten Harald Ringstorff (SPD) werden. Das hat der SPD-Landesvorstand am Donnerstagabend einstimmig vorgeschlagen.

Wäre der erste Regierungschef Mecklenburg-Vorpommerns, der nicht aus dem Land stammt: Der Westfale Erwin Sellering. Foto: dpaLupe

Wäre der erste Regierungschef Mecklenburg-Vorpommerns, der nicht aus dem Land stammt: Der Westfale Erwin Sellering. Foto: dpa

HB ROGGENTIN. Der 58-jährige Sozialminister soll bei einem Sonderparteitag am 24. August in Güstrow offiziell nominiert werden. Der gebürtige Westfale wäre der erste Regierungschef Mecklenburg-Vorpommerns, der nicht aus dem Land stammt. Die Wahl im Landtag findet wahrscheinlich am 6. Oktober statt. Eine Mehrheit gilt als sicher.

Sellering sagte, er freue sich über das einstimmige Votum. Dies sei ein großer Vertrauensbeweis und Anerkennung für seine bisherige Arbeit. Sellering stammt aus dem Ruhrgebiet und lebt seit 1994 im vorpommerschen Greifswald. Er war Vizepräsident des dortigen Verwaltungsgerichts, Abteilungsleiter in der Staatskanzlei und Justizminister.

Ringstorff hatte am Mittwoch angekündigt, sein Amt am 3. Oktober aus Altersgründen niederzulegen. Er wird im September 69 Jahre alt. Als Termin für die Ministerpräsidentenwahl schlug er den 6. Oktober vor.

Der Schweriner CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Hacker nannte als eine der ersten Aufgaben Sellerings, die Defizite der SPD im Osten des Landes aufzuarbeiten. Die Partei müsse gestärkt in die Kommunalwahlen 2009 gehen, forderte Hacker am Donnerstagabend. Bei den Landratswahlen in diesem Frühjahr hatte die SPD in Vorpommern empfindliche Niederlagen einstecken müssen. Kritisch merkte Hackert an, Ringstorff sei von etlichen Leuten, auch in der SPD, genötigt worden, sein Amt aufzugeben. „Das war eine unpassende Art.“

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