SPD-Wirtschaftsexperte übt Kritik
„Bahn-Volksaktie vollkommen unrealistisch“

Der SPD-interne Streit über die geplante Bahn-Teilprivatisierung gewinnt an Schärfe. SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend warf den Kritikern in den eigenen Reihen am Wochenende vor, ihre Argumente seien von „Halbwahrheiten und Unwissen“ geprägt.

HB BERLIN. Zugleich nannte Wend in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt das vom SPD-Parteirat favorisierte Kompromisskonzept der Ausgabe von Volksaktien „keine sinnvolle Ergänzung der bisherigen Privatisierungspläne“. Die versprochene Mindestverzinsung der stimmrechtlosen Aktien mit fünf Prozent sei „vollkommen unrealistisch“ und werde überdies die Bahn „genau dem Gewinnmaximierungsdruck“ aussetzen, den „die Privatisierungsgegner vermeiden wollen“.

Die vom Bundeskabinett beschlossene Veräußerung von maximal 49 Prozent der Bahn-Anteile an private Investoren ist in der SPD stark umstritten. Beobachter erwarten, dass der SPD-Parteitag Ende Oktober das Vorhaben allenfalls mit massiven Auflagen billigt. Wend nannte die unter den Kritikern verbreitete Furcht vor Steckenstillegungen „völlig unbegründet“. Im vergangenen Jahr seien gerade einmal 100 Kilometer Schiene und damit 0,3 Prozent des Gesamtnetzes aufgegeben worden. Die Teil-Privatisierung der Bahn sei „der einzige Weg“, um das Unternehmen international wettbewerbsfähig zu machen.

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