Deutschland
SPD: Wolfgang Jüttner

Gleiche Bildungschancen, flächendeckende Mindestlöhne und soziale Gerechtigkeit lauten die Kernthemen, mit denen Wolfgang Jüttner das Ruder auf den letzten Metern noch herumreißen will. Doch er liegt nahezu chancenlos zurück.
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SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner gilt als verlässlich, geradlinig und durchsetzungsstark. Parteifreunde schätzen auch sein "ausgleichendes Wesen" und sein "analytisches Denkvermögen". Einige sagen dem 59 Jahre alten Soziologen aus Hannover jedoch nach, ihm fehle der absolute Wille zur Macht.

Jüttner trat 1970 in die SPD ein und gehört dem niedersächsischen Landtag seit 1986 an. Gerhard Schröder machte ihn 1998 zum Umweltminister. Nach dem Rücktritt von Schröders Nachfolger Gerhard Glogowski war Jüttner im parteiinternen Rennen um das Amt des Spitzenkandidaten zur Landtagswahl dem heutigen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel unterlegen. Sein Amt als Landesvorsitzender trat er im November 2005 an den Ostfriesen Garrelt Duin ab.

Angesichts der wenig ermutigenden Prognosen von Meinungsforschern, die den Fortbestand der schwarz-gelben Koalition in Niedersachsen einmütig vorhersagen, versucht er Basis und Wähler für den Endspurt zu mobilisieren: "Fünf Jahre Wulff sind genug, es braucht keinen Tag länger." Nach fünf Jahren schwarz-gelber Koalition sei Niedersachsen im Ländervergleich in vielen Bereichen zum Schlusslicht geworden.

Doch die Aussichten sind schlecht: Die regierende schwarz-gelbe Koalition liegt laut Umfragen in der Wählergunst klar vorn. Auch im direkten Vergleich mit CDU-Ministerpräsident Christian Wulff schneidet der Jüttner schlecht ab.

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