Spekulationen um Koaliton
Schwarz-Grüne Gedankenspiele

Politik verkehrt: Während die FDP sich lobend zur SPD äußert und die Union kritisiert, macht diese sich laut Gedanken über eine eventuelle Koalition mit den Grünen. Die wiederum wollen davon nichts wissen und sehen zu wenig Überschneidungen in den Parteiprogrammen.

HB BERLIN. Immer mehr Unions-Politiker liebäugeln nachhaltig mit den Grünen. Auch die CSU schließt inzwischen eine so genannte Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP nicht mehr aus. Die Grünen zeigten der CDU/CSU auf ihrem Kölner Parteitag allerdings die kalte Schulter. Auch die Liberalen gingen am Samstag auf Distanz zur Union und äußerten sich lobend über die Sozialdemokratie.

CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer sagte, die entscheidende Frage sei, wie sich die Grünen bis zum Jahr 2009 entwickeln. „Ganz ausschließen kann man so ein Jamaika-Bündnis nicht.„ Im Moment sei aber ein solches Bündnis noch nicht möglich. Wunschkonstellation bleibe für ihn eine klare bürgerliche Mehrheit aus Union und FDP.

Berlins CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger sagte, die Union sollte „Chancen für Bündnisse mit den Grünen ausloten - nicht nur in den Kommunen, sondern in den Ländern und eines nicht zu fernen Tages auch im Bund“. Die ideologischen Differenzen zwischen Union und Grünen seien „so gering wie nie zuvor, die Schnittmengen so groß wie nie zuvor“.

Der Chef der Jungen Union, Philipp Mißfelder, sagte: „Ziel der Union ist Schwarz-Gelb.„ Sollte ein solches Bündnis aber auch nach der nächsten Bundestagswahl keine Mehrheit haben, “muss Jamaika eine realistische Option sein„. Der CDU-Abgeordnete forderte: „Wir müssen gegenüber den Grünen mehr Offenheit zeigen und in schwarz-grünen Gesprächen versuchen, die früheren Feindbilder zu überwinden und gemeinsame Politikfelder auszuloten.“

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