Spendenskandal: Simonis tritt als Unicef-Vorsitzende zurück

Spendenskandal
Simonis tritt als Unicef-Vorsitzende zurück

Heide Simonis ist als Vorsitzende von Unicef-Deutschland zurückgetreten. Die frühere Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein habe ihren Rücktritt am Samstag in einer Vorstandssitzung in Frankfurt erklärt, sagte Unicef-Pressesprecherin Helga Kuhn. Mit dem Schritt wolle Simonis den Weg für einen Neuanfang bei Unicef frei machen.

HB FRANKFURT. Heide Simonis ist als Vorsitzende von Unicef- Deutschland zurückgetreten. Die frühere Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein habe ihren Rücktritt am Samstag in einer Vorstandssitzung in Frankfurt erklärt, sagte Unicef-Pressesprecherin Helga Kuhn. Mit dem Schritt wolle Simonis den Weg für einen Neuanfang bei dem Kinderhilfswerk freimachen. Unicef Deutschland teilte mit, dass der frühere Vorsitzende Reinhard Schlagintweit vorübergehend das Amt wieder übernehme.

In den vergangenen Monaten hatte es heftigen Streit zwischen Simonis und Geschäftsführer Dietrich Garlichs gegeben. Das Kinderhilfswerk steht seit Monaten in den Schlagzeilen. Garlichs war Verschwendung von Spendengeldern vorgeworfen worden. Er soll externe Berater zu großzügig honoriert haben. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen Unicef wegen des Anfangsverdachts der Untreue.

Nach der Überprüfung der Vorwürfe durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hatte der Vorstand des Kinderhilfswerkes Garlichs jedoch das Vertrauen ausgesprochen. Die Vorwürfe seien falsch, hieß es.

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