Spitzenbeamte
Rege Nachfrage nach „Fachkräften“ aus der Politik

Dass ihr Know-how den Spitzenpolitikern glänzende Berufsaussichten in der Wirtschaft für die Zeit nach der Politik eröffnet, ist inzwischen eine Binse. Doch auch die oft gar nicht so grauen Eminenzen aus der Ministerialbürokratie bleiben nicht lange außer Diensten, wenn sie durch einen politischen Machtwechsel ihren Job verlieren.
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BERLIN. So verstärken die Spitzenbeamten a.D. von Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), Ulrich Tilly und Franz Knieps schon seit längerem als Managing Partner die renommierte Politikberatung von Wiese Consult. Sie helfen nun zum Beispiel der SPD-Fraktion in gesundheitspolitischen Fragen auf die Sprünge. Die vom Ex-Wahlkampfmanager von Gerhard Schröder, Heino Wiese, gegründete Agentur wurde übrigens auch für Gerd Andres, von 1998 bis 2007 Staatssekretär unter den SPD-Ministern Riester und Clement, zur neuen beruflichen Heimat. Jetzt hat auch der Dritte im Bunde der beamteten Architekten der Gesundheitspolitik der Schmidt-Ära eine neue Aufgabe gefunden: Klaus Theo Schröder wird ab Januar neuer Ombudsmann der privaten Krankenversicherung. Der Wechsel in die Rolle des unparteiischen Schlichters für die PKV ist nicht ohne Ironie, hat Schröder den privaten Kassen in seiner Amtszeit doch das Leben eher schwerer gemacht.

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  • Liebes Handelsblatt !
    Was soll der beitrag ?
    Enthüllungsjournalismus ?
    Dieses Spiel kennt doch jeder.
    Erst einmal eine Lobby "bekämpfen".
    Natürlich nur verbal und dann dort anheuern.
    Da lieb ich mir den Rösler. Der zeigt wenigstens gleich, das er die Private KV mehr mag als die Gesetzliche. Sein Vorschlag der privaten Pflege-Zusatzversicherung geht doch gleich in die gewünschte Richtung.
    beim bürger Geld für eine private Zusatzversicherung einsammeln, damit diese es in der Zwischenzeit in den griechischen Staatsanleihen versenken können. Da erbringt er schon einmal eine Vorleistung für seinen späteren Übergang in die private Wirtschaft und dient gleichzeitig den notleidenden Staatsfinanzen aller EU-Länder.
    Das ist "Weitsicht" und Cleverness.

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