Spitzenkandidaten gefunden Freie Wähler schielen nach Berlin

Die Eurokrise könnte für die Freien Wähler zum Sprungbrett in den Bundestag werden. Die Partei ist gegen die Rettungsschirme zur Eurorettung. Dafür haben sie auch schon einen „respektablen Spitzenkandidaten“ gefunden.
Update: 31.12.2012 - 09:39 Uhr 20 Kommentare
Chef des Bundesverbandes Freie Wähler, Hubert Aiwanger. Quelle: Reuters

Chef des Bundesverbandes Freie Wähler, Hubert Aiwanger.

(Foto: Reuters)

Die Freien Wähler wollen mit Hilfe der Eurokrise den Einzug in den Bundestag schaffen. Union und FDP, aber auch SPD und Grüne würden mit ihrer Europolitik „das ganze Land an die Wand fahren“, sagte der Chef des Bundesverbandes Freie Wähler, Hubert Aiwanger, der Nachrichtenagentur AFP in München. Dagegen seien die Freien Wähler als einzige Partei der Mitte gegen die Rettungsschirme zur Euro-Rettung. „Damit können wir durchaus die Fünf-Prozent-Hürde überspringen und damit die Bundespolitik aufrütteln“, sagte Aiwanger.

In Bayern sitzen die Freien Wähler seit 2008 im Landtag, Aiwanger ist dort ihr Fraktionschef. Im kommenden Jahr treten sie zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl an. Wie Aiwanger sagte, unterstützt der ehemalige Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, zwar die Ablehnung der Rettungsschirmpolitik. „Wahrscheinlich“ werde er aber dennoch nicht für die Freien Wähler für den Bundestag kandidieren. Den bundesweit bisher eher unbekannten Stephan Werhahn, ein Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer (CDU), nannte Aiwanger einen „respektablen Spitzenkandidaten“ für die Freien Wähler.

Aiwanger kündigte an, im Frühjahr ein Kompetenzteam seiner Partei mit Professoren und Wirtschaftsexperten zu präsentieren, das Alternativen zur jetzigen Rettungsschirmpolitik aufzeigen solle. „Das Euro-Thema wird im Bundestagswahlkampf eine wichtige Rolle spielen“, sagte Aiwanger.

 
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20 Kommentare zu "Spitzenkandidaten gefunden: Freie Wähler schielen nach Berlin"

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  • Für mich sind die Freien Wähler eine Alternative gegen die Alternativlosigkeit. Denke die Medien unterschätzen diese Partei. Mag sein, dass sie für viele zu brav, zu konservativ, zu grün oder zu provinziell erscheinen. Doch man sollte sich erst sein eigenes Bild machen.

    Freie Wähler zum Thema Eurokrise
    http://www.youtube.com/watch?v=d3T_XL5Oa14

  • Ich werde mir die REP ansehen oder DieFreiheit, bei den anderen kann ich leider nur misstrauisch zuschauen, ganz besonders die Freien Wähler sind an entscheidenden Punkten zu weich.

  • Wirr sieht anders aus. Wer lesen kann, liest mit und versteht auch so. Für den "Neffen" enschuldige ich mich bei Ihnen natürlich persönlich; denn es ist und das können Sie auch soweit aus dem Text entnehmen ein Enkel von Adenauer.

    Und da dieser effektiv aus der cdU ausgestiegen, sollten Sie auch wissen, Köln liegt definitiv im Rheinland und auch am schönen Rhein. Hätte wirklich über Ihre Geografie-Kenntnisse reüssieren müssen, wäre es in der Tat anders.

    Übrigens eine braune Bluse ist fast genauso obsolet wie eine gelb gefärbte Krawatte. Es soll durchaus vorkommen, daß die Farbkombination des öfteren getragen wurde. Beige paßt im übrigen zu beiden Farben. Dagegen scheint mir heutzutage für Sie persönlich, schwarz schon beinahe als sehr neutral. Nachträglich guten Rutsch ins Neue Jahr 2013, auch ohne Glatteis.

  • Mein Gott, wie wollen die FW etwas bewegen. Wer kennt schon Herrn Wehrhahn oder Aiwanger hier im Norden. Die Niedersachsen Wahl wird zeigen wo die stehen. Ich werde es mir 2 X überlegen ob ich die unterstützen kann. Bisher wiess ich nicht wo ich bei denen dran bin.

  • Aus den vorgegangenen Kommentaren kann man leider nicht viel Optimismus ableiten. Schade, denn wenn diese Europapolitik, mit der 5 von 6 deutschen Parteien einig gehen, mit der gelebten deutsche Politik nicht einen Riesenraum für eine neue Partei lässt, denn ist alles verloren. Die Piraten hatten es ohne Programm geschafft, bevor sie aus eigenem Tun wieder viel verloren haben.

  • Herr Aiwanger selbst ist m. E. das Problem bei den Freien Wählern. ER kommt nicht aus dem Quark und in Bayern kungelt er mir zu viel mit den Grünen. Genau das aber wollen die Wähler nicht
    Hinzukommt bei Aiwanger auch eine gewisse Arroganz. Erst war er Feuer und Flamme mit der Wahlaternative 2013 zusammen zu gehen, jetzt wiedr nciht.
    So wird wohl die Wahlaternative 2013 ebenfalls sich zur Partei formieren, jettz ist sie ja nur ein Verband.
    Aiwanger hätte die ganzen letzten Monate schon die Möglichkeit gehabt, laut auf die Freien Wähler aufmerksam zzu machen und ein Gegenpol zu den Geldverschwendern im Budnestag zu sein. Es kam aber leider nichts.
    Warten wir mal ab, aber ich glaube, da ist leider viel heiße Luft

  • DrCoaleonesErbengemeinschaft
    Ein bißchen wirr Ihr Beitrag.
    Herr Werhan ist nicht ein Neffe von Adenauer, sodnern ein Enkel und war 40 Jahre Mitglied bei der CDU. Er ist erst vor kurzem aus der vermekrtelzten CDU ausgetreten, da er den Linksrutsch der Merkel nicht mehr mitmachen wollte.
    Und heir im Rheinland ist Herr Werhahn bekannt.

  • @Vicario: sehe ich genauso. Es wird Zeit für frischen Wind.
    Etwas Besseres wie die Freien Wähler sehe ich momentan nicht. Dass sie nicht perfekt sein werden, ist zu erwarten, aber ihr Kurs ist zumindest ein basisdemokratischer und somit wesentlich näher am Volk als was Merkel und Co veranstalten.

  • Ich vermute der Platz, den die unabhängigen "Qualitätsmedien" den Freien Wählern zugestehen wird, beschränkt sich auf die Rubrik "Hetze". Da werden bestimmt wieder "Rechte" und "Linke" Extremisten ausgebuddelt werden um die Partei zu verunglimpfen.

  • Ich bin selbst Mitglied der Freien Wähler, habe aber selbst festgestellt, dass man dort kaum etwas bewegen kann. Es gibt hier eine unüberbrückbare Dizkrepanz zwischen Kommunalpolitik und Bundes-/Landespolitik. Jeder sollte die Plattform fortunanetz kennen und sich fragen, weshalb die Seite für Freie Wähler nicht geeignet ist.

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