Spitzenkandidaten gefunden
Freie Wähler schielen nach Berlin

Die Eurokrise könnte für die Freien Wähler zum Sprungbrett in den Bundestag werden. Die Partei ist gegen die Rettungsschirme zur Eurorettung. Dafür haben sie auch schon einen „respektablen Spitzenkandidaten“ gefunden.
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Die Freien Wähler wollen mit Hilfe der Eurokrise den Einzug in den Bundestag schaffen. Union und FDP, aber auch SPD und Grüne würden mit ihrer Europolitik „das ganze Land an die Wand fahren“, sagte der Chef des Bundesverbandes Freie Wähler, Hubert Aiwanger, der Nachrichtenagentur AFP in München. Dagegen seien die Freien Wähler als einzige Partei der Mitte gegen die Rettungsschirme zur Euro-Rettung. „Damit können wir durchaus die Fünf-Prozent-Hürde überspringen und damit die Bundespolitik aufrütteln“, sagte Aiwanger.

In Bayern sitzen die Freien Wähler seit 2008 im Landtag, Aiwanger ist dort ihr Fraktionschef. Im kommenden Jahr treten sie zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl an. Wie Aiwanger sagte, unterstützt der ehemalige Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, zwar die Ablehnung der Rettungsschirmpolitik. „Wahrscheinlich“ werde er aber dennoch nicht für die Freien Wähler für den Bundestag kandidieren. Den bundesweit bisher eher unbekannten Stephan Werhahn, ein Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer (CDU), nannte Aiwanger einen „respektablen Spitzenkandidaten“ für die Freien Wähler.

Aiwanger kündigte an, im Frühjahr ein Kompetenzteam seiner Partei mit Professoren und Wirtschaftsexperten zu präsentieren, das Alternativen zur jetzigen Rettungsschirmpolitik aufzeigen solle. „Das Euro-Thema wird im Bundestagswahlkampf eine wichtige Rolle spielen“, sagte Aiwanger.

 
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Für mich sind die Freien Wähler eine Alternative gegen die Alternativlosigkeit. Denke die Medien unterschätzen diese Partei. Mag sein, dass sie für viele zu brav, zu konservativ, zu grün oder zu provinziell erscheinen. Doch man sollte sich erst sein eigenes Bild machen.

    Freie Wähler zum Thema Eurokrise
    http://www.youtube.com/watch?v=d3T_XL5Oa14

  • Ich werde mir die REP ansehen oder DieFreiheit, bei den anderen kann ich leider nur misstrauisch zuschauen, ganz besonders die Freien Wähler sind an entscheidenden Punkten zu weich.

  • Wirr sieht anders aus. Wer lesen kann, liest mit und versteht auch so. Für den "Neffen" enschuldige ich mich bei Ihnen natürlich persönlich; denn es ist und das können Sie auch soweit aus dem Text entnehmen ein Enkel von Adenauer.

    Und da dieser effektiv aus der cdU ausgestiegen, sollten Sie auch wissen, Köln liegt definitiv im Rheinland und auch am schönen Rhein. Hätte wirklich über Ihre Geografie-Kenntnisse reüssieren müssen, wäre es in der Tat anders.

    Übrigens eine braune Bluse ist fast genauso obsolet wie eine gelb gefärbte Krawatte. Es soll durchaus vorkommen, daß die Farbkombination des öfteren getragen wurde. Beige paßt im übrigen zu beiden Farben. Dagegen scheint mir heutzutage für Sie persönlich, schwarz schon beinahe als sehr neutral. Nachträglich guten Rutsch ins Neue Jahr 2013, auch ohne Glatteis.

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