Spitzenkandidatin Göring-Eckardt Grüne wollen umfassende Steuererhöhungen

Grünen-Spitzenkandidatin Göring-Eckardt will Vermögen und Einkommen in Deutschland anders verteilen - und fordert dazu umfassende Steuererhöhungen. Bundeskanzlerin Merkel wirft sie einen fehlenden Wertekompass vor.
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Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt: „Wir sind keine Umverteilungspartei.“ Quelle: dpa

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt: „Wir sind keine Umverteilungspartei.“

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BerlinGrünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt hat mit dem Hinweis auf eine ungleiche Verteilung von Vermögen und Einkommen in Deutschland umfassende Steuererhöhungen gefordert. Die Regierung müsse künftig Verantwortung übernehmen für „Menschen, die außen vor sind“, sagte die Grünen-Politikerin in einem Interview mit dem Handelsblatt (Montagausgabe). Das gehe nur, wenn der Staat eine gute finanzielle Grundlage habe. „Und dafür muss auch der gesellschaftliche Wohlstand anders verteilt werden.“

Neben einem höheren Spitzensteuersatz für Einkommen ab 80.000 Euro soll das Ehegattensplitting „so weit abschmelzen, wie es die Verfassung erlaubt“. Darüber hinaus gebe es einen Beschluss der Grünen-Partei „langfristig eine Vermögensteuer wieder einzuführen“. Allerdings solle diese so gestaltet sein, dass es keine „Substanzbesteuerung“ gebe und dass „durch Freibeträge eine übermäßige Belastung von Unternehmen vermieden“ werde, sagte Göring-Eckardt.

Die Politikerin kündigte an, dass mit den höheren Steuereinnahmen „keine Wohltaten“ verteilt werden sollten. Die Grünen seien keine „Umverteilungspartei“. So wolle man die Mittel der Vermögensabgabe „komplett in zusätzliche Schuldentilgung“ stecken und höhere Steuereinnahmen in Institutionen wie Kindertagesstätten und Schulen.

Ausdrücklich nahm Göring-Eckardt die auch in ihrer Partei umstrittene Agenda 2010 der rot-grünen Koalition vor Kritik in Schutz. Sie sei „stolz auf die grünen Bestandteile“ der Agenda, die es „ohne uns nicht gegeben hätte“. Weiter sagte sie, „insgesamt war die Agenda in der Mehrheit ihrer Maßnahmen gut und für die damalige Zeit richtig“.

Beim Thema Manager-Gehälter warf die Spitzenkandidatin der Grünen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Heuchelei vor: „Frau Merkel besitzt bei diesen Themen keinen eigenen Wertekompass, sondern nimmt sich gerade immer das, was sie braucht“. Merkel bewege sich „manchmal in unsere, meistens dann doch wieder in die andere Richtung“.

Laut Göring-Eckardt reicht es nicht, Aktionäre über die Managervergütung entscheiden zu lassen. „Wir wollen nicht, dass der Steuerzahler länger exorbitante Gehälter subventioniert, und schlagen deshalb eine Begrenzung der Absetzbarkeit auf 500.000 Euro vor“, sagte die Grünen-Politikerin. „Meine Hoffnung, dass Frau Merkel hier entscheidende Schritte wagt, ist gering.“

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76 Kommentare zu "Spitzenkandidatin Göring-Eckardt: Grüne wollen umfassende Steuererhöhungen"

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  • Wer wählt denn Steuererhöhungen??? Sind die irre? Diese grünen Sozialverräter und Deutschlandausverkäufer haben nicht eine Stimme verdient. Dann gebe ich sie lieber an die AfD, die endlich den Bürgern eine optimale Alternative bietet. Über die AfD wird es weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün geben. Damit haben sich die grünen Abzocker erledigt.

  • Grüne sind engagierte Überzeugungstäter, das politische Genmaterial stammt aus linken Ideologien und die Mentalität auch. Das findet man so höchstens noch im Feminismus bei Gestalten wie Alice S. Die Grünen sind extrem gefährlich - ich halte sie für die Keimzelle eines neuen Faschismus im 21. Jahrhundert.

  • Höhere Steuern - über 80.000?
    Der Mittelstand wird auf breiter Basis abgezockt.
    Das sind Leistungsanreize.
    Toll.
    Dann gehe ich nur noch Halbtags arbeiten. Habe mehr Freizeit, ein ausgeglicheneres Leben und gehe weniger für andere ( die zu hause sitzen) arbeiten. Vielleicht kann ich auch noch was aus dem Sozialnetz schmarotzen?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Bei den Grünen spiegelt sich ein ausgeprägtes rassistisches Gedankengut wieder. Ersetzen wir in den Zitaten (angenommen) die Worte deutsch und Deutschland durch beliebige Bezeichnung anderer Bevölkerungsgruppen. Dann ist das Rassismus ! Als Deutscher darf man sich bereits jetzt diskriminiert fühlen und es gibt Möglichkeit sich dagegen zu wehren !!

  • Deppen die solch eine Partei wählen müssen nun mal bestraft werden, unsewre vielen W.-B.-Abiturienten ist diesem Selbstbereicherungsgesoxe hinterhergelaufen und sicher heute noch. Die Republik der Asozialen, wie Oberschicht und Unterschicht das Land ruinieren. Leute werdet endlich wach, so geht es nicht weiter in der Bananenrepublik!!!

  • Wer solche Politclowns jemals gewählt hat, muß nun mal bestraft werden. Wie wäre es denn, wenn man für alle Homo- und Lesbenpaare einen Risikozuschlag in die gesetzliche Krankenkasse zahlen lassen wurde, von dem Kirchenmädchen würde das garantiert abgelehnt!Bananenrepublik auf die Knie und Asch hoch.

  • Nun die Grünen wollen mit dem Klingelbeutel durchs Land ziehen? Aber da wirft man doch freiwillig Geld rein oder nicht? Es sieht aber so aus, dass man nun seine Brieftasche
    freiwillig vorzeigt und die Grünen nehmen sich daraus, was sie für angemessen halten. Es geht geradeaus auf die Linke zu
    die man... ob man will oder nicht,einfach im September braucht. Wer anderen in die Tasche greifen will, sollte seinen eigenen Laden finanziell im Auge behalten und da wird im großen Stil Steuermissbrauch in D betrieben.

  • Wenns nicht so traurig wäre wärs zum lachen.
    Vermögen umverteilen!!!
    ...und da entdecken die Grünen (und auch die SPD) ausgerechnet das Ehegattensplitting.Dort sollen dann zukünftig z.b. Alleinverdienerfamilien (2 Kinder) mit 60.000-70.000€ Bruttojahresgehalt etwa 20-25% mehr an Steuern zahlen.Die Masse bringt's! Während Familieneinkommen/Ehen mit 1 Million lediglich 3% mehr Steuern zahlen sollen. Siehe: http://www.badische-zeitung.de/aus-fuer-splitting-bringt-hoehere-steuern-fuer-eheleute
    Passt ja auch das die Wähler dieser Partei bei den Bürgern mit höherem Bildungsabschluss (und dickerem Geldbeutel) zu finden sind. War in der Anfangszeit selber mal Anhänger dieser Partei. Doch die entwickelt sich meiner Meinung nach immer mehr zur Klientelpartei alla FDP.

  • Von: Lothar aus Langenfeld:
    Ich stimme ihnen vollkommen zu: erst einmal der Verschwendung Herr werden.
    Das grosse Umverteilen war schon immer ein Spezialgebiet der Sozialisten, zu denen sich offenbar GRUEN hinzugesellen möchte. Es ist ein Unding, den Bürgen immer mehr abzuverlangen und entsprechend immer dreister neue Steuern einzutreiben - Rot- grün ist für mich nicht wählbar. Jeder Wahlberechtigte sollte sich einmal eindeutig mit deren Zielen und -Absichten auseinandersetzen. Wahlrecht bedeutet auch Pflicht zur ständigen Informationsbeschaffung ,

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