Spitzenpositionen
Von der Leyen treibt Frauenquote voran

Bei der Besetzung von Spitzenpositionen in großen Aktiengesellschaften führt für die Arbeitsministerin kein Weg an der Frauenquote vorbei. Nächste Woche stellen die Dax-Vorstände der Regierung ihre neuen Konzepte vor.
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BerlinIm Streit über eine Frauenquote für Spitzenpositionen bei großen Aktiengesellschaften hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Messlatte hoch gesetzt. Zwar habe sie „Respekt vor den Anstrengungen der Personalvorstände, unterhalb der obersten Chefetagen talentierte Frauen in Führung zu bringen“, sagte von der Leyen dem Handelsblatt. „Aber der Lackmustest wird sein, ob die Konzerne bereit sind, sich für die Besetzung von Vorstands- und Aufsichtsratsmandaten mit Frauen ganz konkrete Ziele mit ganz konkretem Zeitplan zu setzen.“ Sie bleibe „überzeugt, dass an der Frauenquote kein Weg vorbeiführt und dass sie über kurz oder lang kommen wird“, sagte die Ministerin

Die Personalvorstände der im Aktienindex Dax gelisteten Unternehmen wollen der Bundesregierung am kommenden Montag ihre neuen Konzepte für einen höheren Anteil von Frauen in Führungspositionen präsentieren. Insbesondere im Hinblick auf die Besetzung von Vorstands- und Aufsichtratsmandaten mit Frauen bezweifelt von der Leyen jedoch, dass die Konzepte ausreichen werden. Neben konkreten Zielmarken und Zeitplänen müssten die Unternehmen auch beantworten, „was sie denn tun wollen, wenn sie diese Ziele wieder verfehlen“, sagte sie. Wo Versprechen nicht eingehalten würden, „kann ein Rahmen Chancen eröffnen“, warb die Ministerin für ein Gesetz.

Von der Leyen wertete ihr Engagement für die Frauenquote als Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts: „Es ist ein fatales Signal, wenn sich immer wieder der Eindruck verfestigt, dass qualifizierte Frauen hierzulande an der gläsernen Decke grundlos scheitern – in einem Land das dringend mehr Fach- und Spitzenkräfte braucht.“ Doch immerhin gebe es bereits Fortschritte: Seit sie zusammen mit ihrer Kabinettskollegin, Familienministerin Kristina Schröder (CDU), das Thema Frauenquote „bewege“, sei „endlich Fahrt in die Sache gekommen“, sagte von der Leyen.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent
Dietrich Creutzburg
Dietrich Creutzburg
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Spitzenpositionen: Von der Leyen treibt Frauenquote voran"

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  • Für mich besteht Gleichberechtigung wenn ich die Frauen beim Straßenbau sehe, bei der Müllabfuhr.
    Aber die Emanzen picken sich nur die Rosinen raus.
    Da haben die Emanzenweiber sich bei der Bundeswehr eingeklagt, aber in die Zivildienst haben sie sich nicht eingereiht.
    Wann ist mit diesem übertriebenen Emanzenscheiß eigentlich endlich mal Schluss?

  • Und wie wäre es mal mit einer Männerquote in den chulen?
    Diese Verweiblichung in unsren Schulen hat enorme Nachteile gebracht.

  • Volle Zustimmung.
    Es ist aber auch Diskriminierung von Frauen, denn es geht nicht darum, dass Gute nach oben kommen.
    In den Behörden wo es diese obskuren Frauenbeauftragen gibt, kann man das schon emrken, oben sind nicht die Guten, sondern die Schleimer.
    Früher nannten wir so was "die hat sich hochgeschlafen"
    Frauen brauchen so einen Quatsch nicht.
    Es gab früher gute Frauen - es gibt sie heute - und es wird sie morgen geben und zwar ohne Quote.
    Diese v. d. Leyen ist nur eine widerliche Person, offenbar ist sie frustriert, denn nur frustrierte Weiber sind solche Männerhasser.

    Frauen-Quote, Kinder ind die Staatserziehung, noch besser könnte diese dämliche Frau nicht zeigen, dass sie eine stramme Sozialistin ist, können diese Politiker sich nicht endlich mal aus unserem Privatleben raushalten und begreifen, dass jeder das so machen möchte, wie er will? der fällt ja der Sozialismus schon aus dem Gesicht.
    Wenn ich die sehe, wird mir schlecht
    Rauchverbot, Kinder ind ie Staatserziehung, Frauen zum Arbeitne jagen, was kommt denn als Nächstes?
    Der Lebensbron, zur Behebung des demografishen Faktor?
    Inzwischen traue ich dieser sozialistischen Regierung alle zu.
    Der Sozialismus und Nationalsozialismus haben vieles gemeinsam.
    Das sagte schon Willy Brandt

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