Sprudelnde Gewinne der Unternehmen
Der Staat hat wieder mehr Kasse gemacht

Bund und Länder haben im September deutlich mehr Steuern eingenommen als im Vorjahresmonat. Insgesamt stiegen die Einnahmen um 4,3 Prozent. Dies erfuhr das Handelsblatt aus dem Bundesfinanzministerium.

asr DÜSSELDORF. Der Fiskus nahm gut 40 Milliarden Euro ein, das sind rund 1,6 Milliarden Euro mehr als im September 2004. Damit bestätige sich ein Trend, der sich schon in den Sommermonaten abgezeichnet habe, hieß es in Steuerschätzerkreisen. Verantwortlich für das Einnahmeplus sind nicht zuletzt die sprudelnden Gewinne der Unternehmen.

Mit diesem „sehr guten Ergebnis“ werde es nun immer wahrscheinlicher, dass bei der Steuerschätzung am 3. November die Einnahmen nicht erneut nach unten korrigiert werden müssen, sagten Experten. Zuletzt hatten die Steuerschätzer ihre Prognose neunmal in Folge revidiert.

Im Einzelnen legten die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern, etwa der Lohn- und Umsatzsteuer, um 4,5 Prozent zu. Die Gemeinschaftsteuern tragen rund zwei Drittel zum Gesamtaufkommen bei. Die Bundessteuern stiegen um 2,4 Prozent, die Ländersteuern um 3,9 Prozent. Die Gemeindesteuer werden von der Monatsstatistik nicht erfasst.

Der September ist für die Finanzminister einer der vier wichtigen Monate im Jahr: Jeweils im letzten Quartalsmonat leisten Unternehmen und Einkommensteuerzahler ihre Vorauszahlungen, so dass die Einnahmen deutlich höher sind, als in den übrigen Monaten.

Der starke Anstieg der gewinnabhängigen Steuern ist auf die gute Ertragslage der Unternehmen zurückzuführen. Die Körperschaftsteuer legte im September um zwölf Prozent zu. Die veranlagte Einkommensteuer, die vor allem Unternehmer zahlen, stieg um fast zehn Prozent. Günstig entwickelte sich auch die Umsatzsteuer mit einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Angesichts der Steuersenkungen zum Jahresbeginn fiel der Rückgang der Lohnsteuer um zwei Prozent moderat aus.

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