Staat soll sich beteiligen
Bauern fordern Versicherung gegen Dürre und Regen

Nach den massiven Ernteausfällen infolge des trockenen Wetters fordern die Bauern eine Versicherung gegen Dürre, Dauerregen und andere extreme Wettererscheinungen.

HB/dpa FRIEDRICHSDORF. Die Häufung solcher Wetterextreme in den vergangenen Jahren habe viele Betriebe in finanzielle Not gebracht, sagte der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Heinz Christian Bär, am Mittwoch in Friedrichsdorf/Taunus. Bisher können sich Bauern nur gegen Ernteeinbußen wegen Hagels versichern.

An der Prämie für eine private „Mehrgefahrenversicherung“ sollte sich nach Ansicht Bärs auch der Staat beteiligen. In mehreren EU- Ländern und den USA gebe es sie bereits. Nach Angaben des hessischen Bauernverbandes, dessen Präsident Bär ist, bezahlt in diesen Ländern der Staat bis zu 85 % der Prämie.

Seit 2000 habe das Wetter den Bauern empfindliche Ernteausfälle gebracht, sagte Bär und zählte die Frühsommertrockenheit 2000, Regen und Überschwemmungen im Sommer 2002, Spätfrost- und Dürreschäden in diesem Jahr auf. In Hessen seien in diesem Jahr beim Getreide Ertragsminderungen um bis zu 60 % zu verzeichnen.

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