Staatsanwaltschaft
Weitere Ermittlungen im Fall Haderthauer

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt weiter „mit Hochdruck“ im Fall gegen Bayerns Staatskanzleichefin Christine Haderthauer. Je länger das Verfahren dauert, desto wahrscheinlicher wird ihre Entlassung.
  • 4

MünchenBei den Betrugsermittlungen gegen die bayerische Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) ist vorerst kein Ende in Sicht. Die Staatsanwaltschaft München II wollte am Freitag keine Prognose abgeben, wie lange die Überprüfung der Vorwürfe gegen Haderthauer noch dauern könnte. „Die beteiligten Ermittlungsbehörden arbeiten mit Hochdruck, um den Fall aufzuklären“, sagte Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich.

In der CSU-Spitze herrscht die Hoffnung, dass die Ermittlungen eher Wochen als Monate dauern und möglicherweise im September abgeschlossen sein könnten. Sollte sich das Verfahren länger hinziehen, gilt mehreren CSU-Politikern ein Sturz der Staatskanzleichefin als unvermeidlich. Die Opposition forderte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ein weiteres Mal auf, Haderthauer zu entlassen.

Jeden Tag kämen neue Details ans Licht, sagte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher. Auch für die Freien Wähler fordert der Parlamentarische Geschäftsführer Florian Streibl: „Herr Ministerpräsident, nehmen Sie endlich das Heft des Handelns in die Hand, setzen Sie diesem erbärmlichen Trauerspiel ein Ende und entlassen Sie Frau Haderthauer.“ Und Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann sagte: „Die Beweislast ist jetzt schon erdrückend, und mit jedem Tag kommen neue Ungeheuerlichkeiten zum Vorschein.“

Seite 1:

Weitere Ermittlungen im Fall Haderthauer

Seite 2:

Haben die Haderthauers einen Geschäftsmann geprellt?

Kommentare zu " Staatsanwaltschaft: Weitere Ermittlungen im Fall Haderthauer"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @Manfred Zimmer

    Wer so etwas aussitzen möchte, hat vor allem äußerst bedenkliches Rechtsbewusstsein. Oder selbst soviel auf dem Kerbholz, dass er den Fall Haderthauer für das Normalste auf der Welt betrachtet.

    Jede Einzelheit für sich genommen, rechtfertigt eine sofortige Entbindung so einer Politikerbraut! Offensichtlich stehen in der Satzung der CSU oder deren Verhaltenskodex jene Eigenschaften, die die Haderthauers mitbringen.

    Der Amigosumpf in Seehofers Saustall ist noch lange nicht trockengelegt. Mit Haderthauer sollte auch gleich Seehofer seinen Hut nehmen und die CSU einen Neustart anfangen. Seehofer wird der CSU mit seiner Taktiererei künftig kein Glück bringen. Der CSU-Chef wird so langsam zu einer Belastung in der Münchner Staatskanzlei!

  • Was muss noch kommen, bis Horst Seehofer einknickt?

    Sind das die Leute, denen er die Leitung seiner Staatskanzlei anvertraut?

    Manches in Bayern ist sonderbar. Aber diese Angelegenheit ist "dick". Wer so etwas aussitzen will, der hat offensichtlich keine Alternativen. Der ist alternativlos, um das gängige Wort der Politiker zu überstrapazieren.

  • @ Teito Klein,
    "Sie behauptet, es war ein "soziales" und "gemeinnütziges" Projekt..."
    im allgemeinen Verständnis sollte das Wort getrennt und kotrrekt geschrieben werden. Der eigentliche Sinn wäre dann direkt verständlich: "Gemeinnutzen" bedeutet folglich "Gemein = gegen Andere" und "Nutzen = für sich selber sichern".
    Das ist nicht nur im Lande der Bajuwaren so.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%