Staatsanwaltschaft würde sich mit Geldauflage zufrieden geben
Ermittlungen gegen Welteke möglicherweise vor dem Ende

Ex-Bundesbankchef Welteke verhandelt laut einem Pressebericht mit der Staatsanwaltschaft über eine Geldauflage. Dann würden die Ermittlungen wegen mutmaßlicher Vorteilsannahme eingestellt.

HB BERLIN. Die Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen den zurückgetretenen Bundesbank-Präsidenten Ernst Welteke werden möglicherweise bald eingestellt. Wie die «Bild» am Samstag berichtete, sollen die Ermittler bereit sein, von einer Klage wegen des Verdachts der Vorteilsannahme abzusehen, wenn Welteke eine «Auflage» von 50.000 Euro zahlt.

Der Zeitung zufolge hieß es am Freitag in Frankfurter Justizkreisen, Welteke feilsche noch mit dem Staatsanwalt über die Höhe des Betrages. Die Geldauflage werde nur wirksam, wenn Welteke zustimmt.

Sollten sich Welteke und die Staatsanwaltschaft nicht einig werden, drohe ihm ein Strafbefehl, so «Bild». Falls die Summe 90 Tagessätze überschreite, werde diese zudem im polizeilichen Führungszeugnis vermerkt. Damit wäre der ehemalige Bundesbankchef vorbestraft.

Welteke war Mitte April von seinem Amt zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er mit seiner Familie zum Jahreswechsel 2001/2002 vier Nächte im Berliner Nobelhotel «Adlon» auf Kosten der Dresdner Bank verbracht hatte. Daraufhin war Welteke unter erheblichen Druck geraten, auch von Seiten der Bundesregierung. Erst nach Bekanntwerden des Falls zahlten Welteke und die Bundesbank die Summe von 7661,20 Euro je zur Hälfte zurück.

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