Staatsbesuch in den USA
Merkel reist zu Trump

Gipfeltreffen in Washington: Donald Trump empfängt Angela Merkel. US-Regierungskreisen zufolge kommt es schon in wenigen Tagen zum Treffen der Regierungschefs.
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WashingtonBundeskanzlerin Angela Merkel wird nach US-Angaben am 14. März zu Gesprächen mit Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag aus Regierungskreisen in der US-Hauptstadt. Laut der Nachrichtenagenturen AFP und dpa bestätigten deutsche Regierungskreise das Treffen, ebenso ein Vertreter des Weißen Hauses.

Ein Regierungssprecher in Berlin sagte auf dpa-Anfrage am Freitag, er wolle die Information nicht dementieren. Seit der Amtsübernahme Trumps am 20. Januar war mit Spannung erwartet worden, wann Merkel den neuen Präsidenten erstmals persönlich treffen wird.

Beide hatten im Januar telefoniert und ihre Absicht bekräftigt, die bilateralen Beziehungen in den nächsten Jahren zu vertiefen. Merkel brachte dabei aber auch zum Ausdruck, dass sie das von Trump kurz zuvor verhängte Einreiseverbot für Staatsbürger aus sieben mehrheitlich islamisch geprägten Ländern für falsch hält. Ende Januar sagte sie: „Das Vorgehen widerspricht nach meiner Auffassung dem Grundgedanken der internationalen Flüchtlingshilfe und der internationalen Kooperation.“ Der notwendige Kampf gegen den Terror „rechtfertigt in keiner Weise einen Generalverdacht gegen Menschen bestimmten Glaubens, in diesem Falle Menschen muslimischen Glaubens“ oder einer bestimmten Herkunft.

Trump hatte zuvor in einem Interview Merkels Entscheidung, Hunderttausende Flüchtlinge aufzunehmen, als „katastrophalen Fehler“ bezeichnet - auch mit Blick auf das Terrorrisiko.

Nach Trumps Amtsantritt waren bisher Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach Washington gereist. Bei seinem Besuch betonte Gabriel die gemeinsamen Werte Deutschlands und der USA. Von Grundsätzen wie der Religionsfreiheit dürfe nicht abgerückt werden, sagte Gabriel. Der SPD-Politiker unterstrich zugleich, dass Deutschland an den transatlantischen Beziehungen festhalte.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Staatsbesuch in den USA: Merkel reist zu Trump"

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  • @Herr Bernhard Ramseyer

    Merkel rechnete übrigens auch die "Integrationskosten" für die seit neulich hier Lebenden dazu.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Trump unsere über alles erhabene Bundeskanzlerin wegen der Einladung an Alle, bei uns Schutz vor Alles und Jedem zu suchen und zu finden, als geisteskrank bezeichnet.

    man kann ja über Merkel sagen und denken was man will - aber nachtragend ist sie wohl doch nicht so, wie immer kolportiert wurde.

  • @Herr Bernhard Ramseyer

    So ist es. Wobei es Merkel war, die das bei der letzten Sicherheitskonferenz zum Besten gegeben hat.

    Gabriel betätigt sich jetzt doch nur als „Musterschüler“.

    Aber vielleicht hat Trump ja schon präzise Kostenangebote für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko? Wird bestimmt nicht billig und fällt auch unter die Rubrik Sicherheitsmaßnahmen.

    Was so alles dazu gehört. Die gesamte Grenzsicherung, die wir uns sparen – wie Einreisekontrollen.

    Leider wird bei uns nicht unterschieden in effektiven und ineffektiven Kosteneinsatz.

    Bei diesen unterschiedlichen Denkansätzen wird einige Verständigung frei von Mißverständnissen nicht so einfach sein. Wird sicher ein unterhaltsames Gespräch mit Trump.

  • T.Maidan, das macht man doch nicht öffentlich. Das macht man mit einem ganz lieben Schreiben an das Handelsblatt.
    Sie sind ja noch empfindlicher , als ich gedacht habe. Auf jeden Fall sind Sie einer der Typen, die keiner in seiner Nähe haben möchte. Ein absolut unbrauchbarer Mensch.

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