Städte- und Gemeindebund: „Betreuungsgeld muss notfalls verschoben werden“

Städte- und Gemeindebund
„Betreuungsgeld muss notfalls verschoben werden“

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund schmiedet einen Notfallplan, damit jedes Kind einen Krippenplatz bekommt: „Wenn das Geld nicht reicht“, so der Hauptgeschäftsführer, „muss das Betreuungsgeld verschoben werden“.
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LeipzigDer Deutsche Städte- und Gemeindebund will den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz per Notfallplan umsetzen. Nötig seien größere Betreuungsgruppen, schnell angelernte Erzieher sowie eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft zur raschen Schaffung tausender betriebsnaher Betreuungsplätze, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Leipziger Volkszeitung“. „Wenn das Geld nicht reicht, muss das Betreuungsgeld verschoben werden“, forderte er.

Landsberg sagte, im Bundesfreiwilligendienst könnten 5000 Stellen für junge Leute geschaffen werden, die vielleicht später professionell als Erzieher arbeiten wollten. Das Bundesfinanzministerium solle es Frauen erlauben, ohne Sozialversicherungspflicht neben dem eigenen Nachwuchs ein oder zwei weitere Kinder zu betreuen. Größere Gruppen in den Krippen seien möglich, wenn man einer Erzieherin Hilfskräfte an die Seite stelle.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Städte- und Gemeindebund: „Betreuungsgeld muss notfalls verschoben werden“"

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  • ... wenn die Kinder denn zu Hause betreut wurden und auch Deutsch dabei als neue Heimatsprache gelernt haben.
    Die Folgekosten der Herdprämie durch verspätete Ausbildung und folgende Schulabbrecher sind exorbitant höher als Krippenkosten je sein können. Krippen mit sinnvoller Kleingruppenbetreuung schaffen keine Heimkinder-Psychopathen, sondern kreative, neugierige Menschen.

  • Krippen nutzen insbesondere der Wirtschaft: die Eltern stehen uneingeschränkt der Arbeitsmarkt zur Verfügung.
    Ob Krippen aber wirklich den Kindern dienen ist mehr als fraglich. Nicht zuletzt die renommierteste Langzeitstudie, NICHD, hat bezüglich der Kinder aus Krippen festgestellt, dass diese noch nach Jahren aggressiver reagieren, geringere Sozialkompetenz aufweisen als Kinder, die in den ersten Jahren von ihren Eltern betreut wurden.

  • Jedem halbwegs intelligentem Menschen wird klar sein, dass besonders die sogenannten "Bildungsfernen" Schichten von dieser Regelung Gebrauch machen werden. Für diese sind 150 Euro pro Kind zuhause ein willkommenes Zubrot und was aus ihren Kindern wird, ist ihnen sowieso egal.

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