Städte- und Gemeindebund: Nach der Lohnerhöhung droht der Stellenabbau

Städte- und Gemeindebund
Nach der Lohnerhöhung droht der Stellenabbau

Die jüngst ausgehandelten Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst könnten für die Beschäftigten ein bitteres Nachspiel haben. Der Städte- und Gemeindebund rechnet nun mit einem Stellenabbau in vielen Kommunen.
  • 31

BerlinNach den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst haben sich die Arbeitgeber an der „Grenze des Vertretbaren“ gesehen. Tatsächlich wird der Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes nach Einschätzung des Städte- und Gemeindebundes nun zu Personalabbau und Privatisierungen in den Kommunen führen.

„Für viele Kommunen nimmt durch den Tarifabschluss der Druck zu, Personal abzubauen und öffentliche Leistungen zu privatisieren“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Viele Städte und Gemeinden würden zudem „nach Möglichkeiten suchen, ihre Einnahmen durch höhere Beiträge, Gebühren oder Steuern zu verbessern“. Landsberg forderte die Bundesregierung auf, den Kommunen Sozialleistungen abzunehmen.


Die Eingliederungshilfen für Behinderte, die die Kommunen pro Jahr fast 14 Milliarden Euro kosteten, seien keine kommunale Aufgabe. Die Tarifparteien in Bund und Kommunen hatten am Wochenende eine Einigung erzielt, wonach die gut zwei Millionen Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in den kommenden zwei Jahren schrittweise 6,3 Prozent mehr Geld bekommen.
Die Kommunen bezifferten ihre Mehrausgaben durch den Tarifvertrag auf 2,2 Milliarden in diesem Jahr und rund 4,3 Milliarden Euro im kommenden Jahr.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Städte- und Gemeindebund: Nach der Lohnerhöhung droht der Stellenabbau"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Hallo Handelsblatt, wo sind plötzlich meine Beiträge geblieben? Eben waren es noch 30 Kommentare und jetzt nur noch 24, einige Beiträge darunter auch 2 von mir wurden entfernt. Mir ist nicht bekannt, dass ich mich im Ton vergriffen oder jemanden beleidigt hätte.

  • Die sozial Schwachen sollen immer den Kopf hinhalten und sich noch mehr versklaven lassen!

    Auf der anderen Seite stehen Familien, wie die Quandts, welche allein für 2010 und 2011 zusammen über 1 Milliarde EUR an Dividendenzahlung erhalten.

    Dank unseren Regierungen von Schwarz, Rot, Gelb und Grün werden dafür lediglich 25% Steuern fällig.

    Kein Wunder also, dass die einen im Geld ersticken und die anderen ihre Haut für nichts und wieder nichts zu Markte tragen müssen.

  • weil sie durch Regelungen und
    unnötige Gesetzeregelungen verteuert wurden.
    Gelber Sack und Mülltrennung die das Ganze erheblich verteuern, obwohl Privatanbieter eine kostengünstige Mülltrennung anbieten, die aber der Gestzgeber ablehnt.
    Desweiteren werden in der Müllverbrennung erheblich Gewinne gemacht, die aber wohlweislich von den Städten verschwiegen werden und unter dem Deckmantel bleiben.
    Oder wieso kosten ein Tag ineiner norditalienischen Klinik Notaufnahme mit allen notwenidgen Untersuchungen nur 330Euro und bei uns in Deutschland das zwei- bis dreifache, obwohl die Lohnkosten in Oberitalien mindestens auf dem gleichen Niveau wie unsere sind.
    Durch die aufgeblähten Verwaltungen und Gesetzesvorschriften werden hier die Kosten aufgebläht und unsere Ministerien sind nicht in der lage oder wollen es auch nicht, dieser bei uns herrschenden Kostenexplosion entgegenzuwirken.
    Also wieder einmal versagende Sesselfurzer, die dem Steuerzahler zu Last fallen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%