Standort-Ranking
US-Unternehmen finden Deutschland spitze

Deutschland bleibt aus Sicht von US-Unternehmen auch in der Wirtschaftskrise ein attraktiver Standort. Im Vergleich der europäischen Standorte steht Deutschland sogar besser da denn je und belegt erstmals Platz eins – vor den osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten, Großbritannien und Frankreich.

BERLIN. Deutschland bleibt aus Sicht von US-Unternehmen auch in der Wirtschaftskrise ein attraktiver Standort. Im Vergleich der europäischen Standorte steht Deutschland sogar besser da denn je und belegt erstmals Platz eins – vor den osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten, Großbritannien und Frankreich. Das ist das Ergebnis des Business-Barometers der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany).

„Da gerade in Krisenzeiten das Sicherheitsbedürfnis der Kunden steigt, legen die Unternehmen besonderen Wert auf eine hohe Produkt- und Prozessqualität, und die finden sie in Deutschland“, sagte Christian Veith, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group (BCG) am Dienstag bei der Präsentation der Umfrage in Berlin. BCG hat für die AmCham die 61 führenden US-Unternehmen in Deutschland befragt, darunter Ford, Microsoft, 3M, Hewlett-Packard, General Electric und Motorola. Die Unternehmen stehen für insgesamt 110 Mrd. Euro Umsatz am Standort Deutschland und 250 000 direkte Arbeitsplätze. Die Erhebung wurde Ende 2008 durchgeführt und im Januar mit einer Blitzumfrage aktualisiert.

In den vergangenen Jahren hatten die osteuropäischen Staaten als Investitionsschwerpunkt in der Bewertung der US-Konzerne stets die Nase vorn. Mittlerweile hätten aber viele Standortvorteile der Osteuropäer, etwa das niedrigere Lohnniveau, an Bedeutung verloren, sagte Veith.

Tatsächlich lohnt es sich immer weniger, wegen niedriger Löhne in Osteuropa zu investieren: Laut europäischem Statistikamt Eurostat ist der Index der Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland von 2004 bis zum Ende des dritten Quartals 2008 leicht gesunken. Dagegen stieg er im selben Zeitraum in Ländern wie Polen, Rumänien und Bulgarien um hohe zweistellige Prozentwerte.

Nach Einschätzung Veiths, der die Ergebnisse der Umfrage für insgesamt „überraschend positiv“ hält, profitiert Deutschland derzeit von seiner vergleichsweise guten Infrastruktur sowie vom hohen Ausbildungsstand der Arbeitnehmer. „Deutschland ist wegen dieser fundamentalen Werte ein Staat, der möglicherweise als Gewinner aus der derzeitigen Krise hervorgehen kann“, sagte Veith.

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