Standorte in Sachsen-Anhalt
Klage auf Bekanntgabe geheimer Genmais-Flächen

Einen Monat nach einem vergeblichen Anlauf des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) versucht jetzt Greenpeace, vor Gericht eine Offenlegung der geheimen Genmais-Standorte in Sachsen-Anhalt zu erzwingen.

HB MAGDEBURG. Die Umweltschutzorganisation reichte am Mittwoch beim Verwaltungsgericht Magdeburg Klage gegen die Landesregierung ein. Sie will Akteneinsicht erhalten und dann die Standorte öffentlich machen, wie ein Sprecher sagte. Die Behauptung der Regierung, die genaue Lage der Flächen nicht zu kennen, sei zweifelhaft und müsse überprüft werden.

Ende Juni hatte das selbe Gericht den vom BUND beantragten Erlass einer einstweiligen Anordnung aus formalen Gründen abgelehnt: Weder das Wirtschafts- noch das Umweltministerium seien in den Genversuch involviert (Aktenzeichen 1 B 335/04 MD). Welche Behörde Ansprechpartner ist, ließen die Richter offen.

Im Frühjahr war in sieben Bundesländern der erste große Erprobungsanbau von genmanipuliertem Mais gestartet, der resistent gegen bestimmte Insekten sein soll. Umweltschützer fürchten Schäden für Nachbarfelder von Bauern, die keinen Genmais anbauen.

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