Startschuss für den Machtwechsel? - Union blickt gespannt auf NRW
NRW-Kommunalwahl: Generalprobe für Landtagswahl 2005

Für Angela Merkel ist diese Kommunalwahl eine Landtagswahl. Bis die Bürger von Nordrhein-Westfalen am 26. September ihre Kommunalparlamente und Oberbürgermeister bestimmen, wird die CDU-Vorsitzende zwischen Rhein- und Münsterland ständig auf Tour sein, so als ginge es schon ums Ganze in Land oder Bund.

HB BERLIN. Auch die übrige Prominenz der Union wird erwartet - von CDU- Generalsekretär Laurenz Meyer über Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff bis zu Hessens Regierungschef Roland Koch. Selbst die CSU wird sich einschalten und zumindest Bundesratsminister Erwin Huber in den Wahlkampf schicken - auch Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber steht für einen Einsatz im Westen zur Verfügung.

Geld aus den Schatullen der CDU-Parteizentrale in Berlin wird indes nicht Richtung Rhein und Ruhr fließen. Plakate, Handzettel und Straßenfeste müssen die NRW-Kreisverbände schon selbst finanzieren. Die Präsenz der CDU-Spitze zeigt aber: Diese Kommunalwahl ist auch für die Union in Berlin beileibe keine normale Kommunalwahl. Dass die CDU in dem Bundesland, das über Jahrzehnte von der SPD dominiert wurde, vor fünf Jahren über 50 Prozent kam, soll nun möglichst bestätigt werden. „Die Wahl lebt von daher schon aus sich heraus“, heißt es in der CDU-Zentrale in Berlin.

Einig ist man sich in der Union aber auch, dass diese Wahl bundespolitische Signalwirkung haben wird. Wie stark die am Ende ausfällt, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Eine Theorie lautet, dass das Ergebnis vom 26. September die Ausgangslage für den bald nahenden Landtagswahlkampf bestimmen wird. „Das Ergebnis der Wahlen wird entscheidend sein für das Selbstbewusstsein, mit dem die Parteien dann in die Landtagswahl am 22. Mai 2005 ziehen“, sagt ein einflussreiches Unions-Mitglied.

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