Stasi-Mitarbeiter im früheren Bundestag
Birthler zu Bericht für Regierung bereit

In der Diskussion über die Stasi-Verwicklung von früheren Bundestagsabgeordneten will die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, Medienberichten zufolge der Politik entgegenkommen. Ihr wurde vorgeworfen, einen Bericht ihrer Forschungsabteilung zurückgehalten zu haben.

HB BERLIN. Auf Anforderung werde sie für den Bundestag oder für die Bundesregierung „ein Gutachten über Kontakte der Staatssicherheit zu Bundestagsabgeordneten“ erstellen, sagte Birthler der Tageszeitung „Die Welt“.

In den vergangenen Tagen sah sich Birthler mit dem Vorwurf konfrontiert, sie habe einen Bericht ihrer Forschungsabteilung zurückgehalten und damit die Aufarbeitung der Stasi-Tätigkeit in Westdeutschland behindert. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte unlängst berichtet, die „Rosenholz“-Dateien der früheren Stasi- Hauptverwaltung Aufklärung enthielten die Namen von 43 Abgeordneten, die zwischen 1969 und 1972 im Bundestag saßen. „Zu diesen Bundestagsabgeordneten gehören führende Politiker aller Fraktionen“, sagte Birthler im „Welt“-Interview.

Der Bericht der Birthler-Behörde soll erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden. Seit dem Rechtsstreit um die Veröffentlichung der Stasiakten über Altkanzler Helmut Kohl (CDU) dürfen Namen von Personen der Zeitgeschichte, die ohne ihr Wissen vom DDR-Ministerium für Staatssicherheit „abgeschöpft“ wurden, nur mit Einwilligung der Betroffenen herausgegeben werden.

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