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Stasi-Vergangenheit: Linke-Schatzmeisterin erklärt ihren Rücktritt

Renate Malchow, Schatzmeisterin der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern, hat die Konsequenzen aus ihrer bekannt gewordenen IM-Tätigkeit gezogen und ist zurückgetreten. Das Verschweigen der Stasi-Vergangenheit widerspricht Beschlüssen der Linken. Unklar ist, warum sie nicht vorher die Wahrheit sagte.

HB SCHWERIN. Die seit 2001 fünfmal wiedergewählte Landesschatzmeisterin der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Renate Malchow, ist wegen früherer Stasi-Tätigkeit von ihrem Amt zurückgetreten. Malchow habe eingestanden, von 1976 bis 1989 mit einer Unterbrechung inoffiziell für den Staatssicherheitsdienst der DDR gearbeitet zu haben, sagte Landesparteichef Steffen Bockhahn am Dienstag nach einem Gespräch mit ihr.

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Wer in der Linkspartei für ein Amt oder für einen Platz auf einer Wahlliste kandidiert, muss seine Vergangenheit offenlegen. Warum Malchow bei ihren Bewerbungen zur Landesschatzmeisterin ihre IM- Tätigkeit den jeweiligen Parteitagen verschwieg, konnte sie nicht erklären, berichtete Bockhahn. In den 1990-er Jahren habe sie lediglich ihren damaligen Kreisverband Mecklenburg-Strelitz über ihre IM-Vergangenheit in Kenntnis gesetzt.

Ihr sei bewusst, dass sie mit ihrem Schweigen gegen Beschlüsse der Linkspartei verstoßen habe und ziehe mit ihrem Rücktritt die Konsequenz, sagte Malchow nach Worten Bockhahns. Bekanntgeworden war die inoffizielle Stasi-Tätigkeit Malchows vergangene Woche durch Medienberichte. Die Journalisten hatten sich auf Akten der Birthler- Behörde berufen.

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