Statistik
Krise drückt Krankenstand auf Rekordtief

Die Wirtschaftskrise erhöht den Druck in den Unternehmen: Der Krankenstand in den deutschen Firmen ist in den ersten sechs Monaten des Jahres nach einem Zeitungsbericht auf ein historisches Tief gefallen.

HB BERLIN. Die Arbeitnehmer fehlten im Durchschnitt 3,24 Prozent der Sollarbeitszeit, 2008 waren es 3,34 Prozent, berichtet die Zeitung „Die Welt“ unter Berufung auf Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums. Das sei der niedrigste Stand in einem ersten Halbjahr seit Einführung der Krankenstands-Statistik im Jahr 1970. Die Fehlzeiten entsprechen 3,5 Arbeitstagen.

Die Statistik des Ministeriums erfasst die Krankenstand aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer. Arbeitsmarktexperten machen vor allem die Angst, in Zeiten der schweren Wirtschaftskrise im Krankheitsfall den Arbeitsplatz zu gefährden, für die weiter sinkenden Fehlzeiten verantwortlich. Laut Statistik des Ministeriums fehlten Frauen mit 3,44 Prozent der Sollarbeitszeit häufiger als Männer mit 3,06 Prozent. Die höchsten Krankenstände wurden im Februar mit 3,70 Prozent verzeichnet, die niedrigsten im Januar mit 2,72 Prozent.

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