Statistik
Weniger Menschen leben von der Arbeit

Immer weniger Menschen in Deutschland bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Arbeit. Stattdessen ist die Mehrheit auf Rente, Arbeitslosengeld oder die Unterstützung durch Angehörige angewiesen.

HB WIESBADEN. Weniger als die Hälfte der deutschen Bevölkerung lebt vom eigenen Arbeitseinkommen. Besonders bei den Männern verlor die eigene Erwerbstätigkeit an Bedeutung, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch. So lebten im Jahr 2004 weniger als 47 Prozent der Männer von ihrem Lohn und Gehalt, 1991 waren es noch 56 Prozent. Bei den Frauen sank der Anteil im gleichen Zeitraum von 34 auf knapp 33 Prozent. Insgesamt finanzieren nur rund 39 Prozent der Frauen und Männer ihr Leben von ihrem Arbeitseinkommen.

Immer mehr Menschen leben von Arbeitslosengeld oder -hilfe oder sind im Ruhestand. So stieg der Anteil der Rentner und Pensionäre in der Bevölkerung von 1991 bis 2004 von 19 auf 24 Prozent. Knapp fünf Prozent der Bevölkerung lebte 2004 überwiegend von Arbeitslosengeld oder -hilfe. Während im früheren Bundesgebiet gut drei Prozent der Bevölkerung auf diese Einnahmequelle angewiesen waren, traf dies für jeden Zehnten in den neuen Bundesländern zu.

In Westdeutschland sind zudem die Leistungen durch Angehörige eine wichtige Unterhaltsquelle: Knapp 32 Prozent der Bevölkerung war 2004 darauf angewiesen, in den neuen Ländern waren es nur rund 18 Prozent. Frauen brauchen besonders häufig das Geld des Ehepartners oder der Eltern. Während rund 36 Prozent der Frauen nicht über genügend eigenes Geld verfügen, ist nur rund jeder vierte Mann auf finanzielle Unterstützung durch Angehörige angewiesen.

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