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Statistikamt: Deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende geschrumpft

Das Bruttoinlandsprodukt ist von Oktober bis Dezember um rund 0,5 Prozent zum Vorquartal gesunken, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit steht die deutsche Wirtschaft an der Schwelle zur Rezession.

Ein Rückgang beim Export hat das Ergebnis für das Jahresende eingetrübt. Quelle: dpa
Ein Rückgang beim Export hat das Ergebnis für das Jahresende eingetrübt. Quelle: dpa

BerlinDer weltweite Konjunkturabschwung und die schwelende Euro-Schuldenkrise haben die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2012 ausgebremst. Das Bruttoinlandsprodukt sei von Oktober bis Dezember um rund 0,5 Prozent zum Vorquartal gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Damit stehe die deutsche Wirtschaft an der Schwelle zur Rezession.

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Neben den Problemen der Euro-Zone hätte auch eine schwächere Konjunktur in wichtigen Absatzmärkten wie China, Indien und Brasilien das Export-Geschäft und damit die gesamte Wirtschaftskraft gebremst. Experten sprechen von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt zwei Quartale in Folge sinkt.

Jahreswirtschaftsbericht 2013 Regierung erwartet moderates Plus

Die Bundesregierung rechnet auch in diesem Jahr mit einem stabilen Arbeitsmarkt.

Für das Gesamtjahr reichte es dennoch zu einem Wachstum von 0,7 Prozent, wie die Statistiker verkündeten. 2011 hatte die Wirtschaftsleistung mit einem Plus von 3,0 Prozent noch deutlich stärker zugelegt, 2010 war sie um 4,2 Prozent gewachsen.

Der Präsident des Statistischen Bundesamts, Roderich Egeler, sagte, die deutsche Wirtschaft habe sich im vergangenen Jahr angesichts der Eurokrise „in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld als widerstandsfähig erwiesen“ und der „europäischen Rezession“ getrotzt.

Bericht zum Download Arbeitsmarkt stagniert – auf hohem Niveau

Am Mittwoch stellt Wirtschaftsminister Rösler den Jahreswirtschaftsbericht 2013 vor. Dem Handelsblatt liegt er bereits vor. Die Kernpunkte.

Der Fiskus profitierte deutlich von der robusten Konjunktur: Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich sogar etwas mehr ein, als sie ausgaben (2,2 Milliarden Euro). Damit erzielte der deutsche Staat erstmals seit 2007 einen leichten Überschuss von 0,1 Prozent.

Während andere Euro-Länder unter Abschwung und Sparprogrammen ächzen, ist Deutschland somit weit entfernt von der 3,0-Prozent-Marke, die der Maastricht-Vertrag höchstens als Defizit erlaubt. 2011 hatte Deutschland mit 0,8 Prozent gesamtstaatlichem Defizit abgeschlossen.

Europa-Konjunktur

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nannte das Ergebnis des Etats „sehr erfreulich. Der Bund habe solide gewirtschaftet und „das positive konjunkturelle Umfeld zur Konsolidierung des Haushalts genutzt. Er bekräftigte das Ziel, im Haushalt 2013 ohne strukturelle Neuverschuldung auszukommen. Das Ziel sei in „greifbare Nähe gerückt. Allerdings habe die schwächer werdende Konjunktur auch 2012 schon „leichte Bremsspuren hinterlassen.

Regierungskreisen zufolge blieben die Einnahmen knapp unter den Erwartungen. Deshalb gelte für den Etat 2013 die Devise, eine konservative Ausgabenpolitik fortzusetzen: keine neuen Ausgaben ohne Gegenfinanzierung.


  • 15.01.2013, 09:39 UhrHagbard_Celine

    Zu den 2,2 MRD Überschuss auf dem Papier müssen noch mindestens 40 MRD addiert werden die sich aus einer Geldentwertung von 2% und einem Schuldenstand von 2000 MRD ergeben würden.

    Ein Überschuss von 40 MRD Euro entspricht bei einer Wirtschaftsleitung von 2500 MRD Euro in etwa 1.5%.

    Und die Wirtschaft wächst hervorragend unter Berücksichtigung der katastrophalen Demographik Deutschlands und der Weltwirtschafslage hervorragend.

    Würde sich die Altersstruktur auf gesunden Niveau (wie z.B. in den dreißiger Jahren) bewegen hätten wir locker 2..3% Wirtschaftswachstum.

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