Statistiker: Weniger Asylbewerber entlasten den Staat

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Weniger Asylbewerber entlasten den Staat

Die staatlichen Leistungen für Asylbewerber sind 2009 auf den tiefsten Stand seit mindestens 15 Jahren gesunken. Die mit Abstand höchsten Ausgaben hat das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen.
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HB BERLIN. Die Bruttoausgaben gingen auf 788,8 Mio. Euro zurück. Das seien 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit Beginn der Statistik 1994, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. 2008 hatten die Ausgaben erstmals unter der Milliardengrenze gelegen.

Grund dafür ist die sinkende Zahl von Asylbewerbern: Ende 2009 erhielten rund 121 000 Personen Leistungen zu Deckung des täglichen Bedarfs - 5,2 Prozent weniger als 2008. Der bisherige Höchststand wurde Ende 1996 mit 490 000 Personen erreicht. Seitdem ist die Zahl der Leistungsbezieher kontinuierlich gesunken.

Die mit Abstand höchsten Ausgaben hat das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit rund 228 Mio. Euro, die geringsten das Saarland mit 5,7 Mio. Euro. Nach Abzug von Einnahmen - etwa Tilgung und Zinsen von Darlehen - beliefen sich die Nettoausgaben auf 766,5 Mio. Euro. Das waren 5,8 Prozent weniger als 2008. Rein rechnerisch wurden damit netto gut neun Euro pro Einwohner für Asylbewerberleistungen ausgegeben. 2008 waren es knapp zehn Euro.

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