Deutschland

Diskussion: Kommentare zu: Deutsches Staatsdefizit deutlich gesunken

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 24.02.2012, 08:41 UhrLiberty

    Wenn sowas schon als Errfolgsmeldung verkauft wird, ist es sehr traurig. Die Einnahmeseite ist auf einem hohen Stand und trotzdem geben wir mehr aus als wir einnehmen. Wenn wir die Ausgabenseite nicht dauerhaft drastisch reduzieren, und zwar in allen Bereichen, wird das nie was.

    • 24.02.2012, 09:29 UhrMazi

      Ja, es ist eine gute Zeit das Thema der überbordenden Pensionen anzugehen.

      Die Griechen haben gestern die Enteignung der ausländischen Anleihegläubiger gesetzlich auf den Weg gebracht. 53 % sind im Gespräch und das auf Druck der ausländischen Politiker.

      Das ist doch schon mal ein Wort und ein Wert, um die die Pensionen zu kürzen sind.

    • 24.02.2012, 10:34 UhrKommissar

      Vollkommen korrekt! Die gesamte Altersversorgung gehört auf den Prüfstand. Die Lobby der Rentner und Pensionäre wird immer stärker und immer wieder wird auf die wohlversorgten Rentner zu Lasten der heute arbeitenden Bevölkerung und ihrer Kinder Rücksicht genommen.

      Ich meine nicht den ein oder anderen Rentner, der wirklich über wenig Einkünfte verfügt. Ich meine die wohlversorgten Rentner, die damit prahlen, dass Sie letztes Jahr 5 Kreuzfahretn gemacht haben, weil sie über Netto-Einkünfte verfügen, von denen viele Arbeitnehmer nur träumen können. Renten von 40.000 € p.a. ohne Steuerbelastung (!!!) sind keine Seltenheit.

      Hier muss gespart werden!

      ----------

      Ansonsten:

      Ja, es ist eine Schande, dass bei der excellenten Konjunktur nicht mindestens 2% Überschuss erwirtschaftet werden. Aber ist immer dasselbe: In schlechten Zeiten lamentiert man, dass nicht gespart werden könne, weil das ja immer zu Lasten der ach so armen sozial Schwachen gehen würde.

      In guten Zeiten wird dann lamentiert, dass man ja jetzt endlich mal den Leistungsträgern was von ihren Steuern zurückgeben müsse.

      Und was Mastricht angeht:

      Die Artikelüberschrift hat mich doch sehr verwundert. Wusste ich doch bislang nicht, dass unser Staatsdefizit so schnell wieder unter 60% des BIP gesunken ist...

      Es gab mal Zeiten, da wäre beim HB eine solche Überschrift nicht veröffentlicht worden. Aber wer verlangt heute noch Niveau...?

    • 24.02.2012, 10:44 Uhrwhisky

      In den letzten Jahren sind die Steuern für die oberen Schichten gewaltig gesenkt worden. Zu lasten der sozial Schwächeren.
      Spitzensteuersatz minus 10%, Spitzensteuersatz für (leistungslose) Kapitaleinkünfte minus 28% gegenüber der Regierungszeit Kohl, mehrere Senkungen der Erbschaftssteuern, Abschaffung der Vermögenssteuer ...

  • 24.02.2012, 08:50 UhrSchlaumeier

    Diese Meldung kommt direkt aus Schäubles Propagandaministerium (allerdings ohne die Eurorettungszahlen). Lt. Schäuble verdienen wir nämlich an unseren Bürgschaften etc. . Schäuble guter Mann -weiter so.

  • 24.02.2012, 08:57 UhrMazi

    Statistisch oder real?

    Schäuble solle doch erklären wie er das meint.

  • 24.02.2012, 09:52 UhrStephan

    Euphemismus? Semantische Schönmalerei? Propaganda? Mir bleibt ein wenig die Spucke weg, wenn ich so einen Artikel in dieser Sprache HIER lesen muss. Soso, das Staatsdefizit sinkt, wenn man nur die Neuverschuldung verringert?!
    Muss ich bei einem Wirtschaftsblatt anmerken, dass die Aussage nur de facto Sinn macht, wenn man die Teurungsrate berücksichtigt? Vlt auch noch, wenn man manche Staatsanleigengeschäfte berücksichtig, aber erstmal, rein von den STEIGENDEN Schulden her, war das ein kleiner Aufreger, der mir den 2ten Kaffee sparte. Tatsächlich hat sich in Deutschland kaum was geändert. Ein rigoroser Sparkurs mit Reformen sieht anders aus und teilweise ist die Eurozone daran Schuld (auch die Inflexibilität der Politik, der Borniertheit Schäubles, die Dummheit der Masse, usw....). Mit ihr darf man sich inflationär etwas aufblähen (was sich um so mehr rächen wird). Die Reformen auf EU-Ebene sehen jetzt anders aus und sollen erst woanders vollzogen werden, dabei hätten wir selber Änderungen nötig, nehmen wir uns als Gesellschaft, als Nation ernst. (aber lieber sind wir alle kleine Maschmeyers) Ich bin davon überzeugt, dass wir wirksam das Staatsdefizit nicht nur real, sondern auch in Zahlen senken könnten. Aber wer die HRE verstaatlicht, betreibt im Namen des sozialen Friedens volksverrat und torpediert die Idee des Sparens. Auch muss man klar sagen, dass man im Prinzip den Vorwurf machen muss zum Thema Griechenland. Griechenland MUSS aus dem EURO raus. Die oder wir -ein gemeinsamer Wirtschaftsraum ist Wahnsinn. Wenn man sowas berücksichtigt, dann steigen gerade vehement unsere Lasten, falls sich in der EU-Zone nicht einiges ändert. Dieses und vieles mehr lässt mich fragen, wie das hb so einen Artikel so unkritisch raushauen kann?

    • 24.02.2012, 10:39 UhrRAUS

      Wir müssen raus aus dem Euro. Denn nur das haben wir in der Hand. Andere Forderungen wirken arrogant.
      Also: Deutschland, raus aus dem Euro!

  • 24.02.2012, 11:27 Uhrkleinfeldt

    Gute Konjunktur? Nein das ist nicht richtig so. Richtig ist, dass die Mineralkonzerne die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl jährlich um mindestens 15-20 Prozent erhöht haben. Da nahezu jeder Deutscher Benzin tanken muss, sind hier zwar nicht die Litermengen gestiegen, dafür aber die Kraftstoffumsätze der Mineralkonzerne. Im Zuge dessen auch die Steuereinnahmen des Staates. Insofern schöpfen hier 5 Mineralkonzerne jeden Monat die Geldmenge der Bürger ab. Andere Unternehmungen gehen leer aus. Das ist die Wahrheit!

  • 24.02.2012, 11:33 UhrBashi49

    Rollt jetzt eine Propagandawelle über uns hinweg?
    Am 20.2. verkündete ein Herr Varnholt im Handelsblatt, daß die Krise dabei sei, sich aufzulösen;
    am 21.2. versucht ein Herr Bindseil von der EZB die Thesen von Prof. Sinn bezüglich TARGET2 zu widerlegen und ruft uns zu einem vollen Bekenntnis zur Währungsunion auf;
    heute erzählt uns Herr Schäuble persönlich, daß das Staatsdefizit gesunken sei, wobei er natürlich die Neuverschuldung meint - aber solche kleinen Ungenauigkeiten sollte man ihm verzeihen.
    Ich schlage vor, man macht aus diesen Jubelmeldungen ein Suchrätsel mit einem hübschen Preis für den Sieger, dann prägt sich das noch viel besser ein.
    Mal im ernst: Für wie blöd halten Politiker und MSM die Deutschen Bürger?

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