Statistisches Bundesamt
HRE-Buchungsfehler drückt deutsche Schulden

Nach Bekanntwerden des Buchungsfehlers bei der HRE meldet das Statistische Bundesamt deutliche Effekte auf den Stand der deutschen Staatsschulden. Sie werden um einen zweistelligen Milliardenbetrag gedrückt.
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BerlinNach dem milliardenschweren Rechenfehler bei der Bad Bank der verstaatlichten HRE hat das Statistische Bundesamt die deutschen Staatsschulden deutlich nach unten korrigiert. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung standen Ende 2010 zusammen mit 2011,5 Milliarden Euro in der Kreide. Das sind 24,4 Milliarden Euro weniger als ursprünglich berechnet, teilte das Bundesamt am Mittwoch mit.

Die Korrektur wurde notwendig, „da die FMS-Wertmanagement zum Jahresende 2010 einen um 24,5 Milliarden Euro überhöhten Schuldenstand gemeldet hatte“. Die FMS-Wertmanagement ist die Abwicklungsanstalt für Risikopapiere der HRE. Gleichzeitig fiel der Schuldenstand der Gemeinden um knapp 100 Millionen Euro höher aus als zunächst berechnet.

Die HRE hatte sich um insgesamt 55,5 Milliarden Euro verrechnet. Der gesamte Betrag wirkt sich erst in der Schuldenstatistik 2011 aus. Das Finanzministerium rechnet damit, dass durch den Buchungsfehler der gesamtstaatliche Schuldenstand auf 81,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gedrückt wird. Die EU-Verträge sehen eine Obergrenze von 60 Prozent vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Statistisches Bundesamt: HRE-Buchungsfehler drückt deutsche Schulden"

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  • Eines ist doch klar: Da gibt es keine Kontrollen!

    Jedes Unternehmen, dem derartiges passiert,würde dicht gemacht.

    Und in der Politik? "So schwach kann ein Teppich garnicht sein, als das man ihn nicht auch an der Wand aufhängen könnte."

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