Statistisches Bundesamt legt Bericht über Einkommensentwicklung in den vergangenen fünf Jahren vor
Jeder vierte Euro kommt vom Staat

Ein immer größerer Anteil des Einkommens der deutschen Haushalte kommt vom Staat. Jeder vierte Euro ist nicht mehr selbst verdient.

HB WIESBADEN. Im ersten Halbjahr 2003 stammte jeder vierte Euro (26 Prozent) des Bruttoeinkommens aus Renten, Pensionen, Kindergeld, Arbeitslosen- und Sozialhilfe. In Ostdeutschland war es sogar jeder dritte Euro, berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden. Im ersten Halbjahr 1998 lag der bundesweite Wert noch bei 24 Prozent. Grund des Anstiegs sei die zunehmende Zahl der Renten- und Pensionsempfänger sowie die mehrmalige Anhebung des Kindergeldes.

Im ersten Halbjahr 2003 lag das monatliche Haushalts-Bruttoeinkommen im Durchschnitt bei 3 454 Euro. Das sind 252 Euro mehr als fünf Jahre zuvor. Rund 2 000 Euro beziehungsweise 58 Prozent des Bruttoeinkommens entfielen auf Gehalt beziehungsweise Lohneinkommen. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben verfügten die Privathaushalte über ein Nettoeinkommen von 2 771 Euro monatlich. In Westdeutschland waren es durchschnittlich 2 895 Euro - 209 Euro mehr als fünf Jahre zuvor. In Ostdeutschland betrug das Plus 210 Euro auf 2 233 Euro.

Für den privaten Konsum gaben die deutschen Haushalte im ersten Halbjahr 2003 durchschnittlich 2 126 Euro im Monat aus. Das waren zwar 4,8 Prozent mehr als 1998. Gleichzeitig verringerte sich aber der Einkommensanteil, der für den Konsum verwendet wurde, von 78 auf 75 Prozent. Grund sind steigende Wohnkosten. Die Sparquote sank von 1998 bis 2003 moderat von 11,6 auf 11,4 Prozent.

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