Steigerung der Energieeffizienz
Förderung für Haus-Sanierer ab Februar

Hauseigentümer sollen bereits ab dem 1. Februar vom neuen CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung profitieren.

BERLIN. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sagte am Mittwoch, das Programm müsse zügig seine Wirkung entfalten, ab Anfang Februar würden daher die wesentlichen Teile in Gang gesetzt. Die Federführung für die Umsetzung übernimmt nach den Worten Tiefensees die KfW Bankengruppe. Die öffentlich-rechtliche Förderbank wird die Mittel über die Hausbank an die Hauseigentümer leiten. Tiefensee zeigte sich zuversichtlich, dass Interessenten bereits ab Februar die entsprechenden Anträge stellen können.

Nach Tiefensees Worten wird es zinsverbilligte Kredite geben. Dafür steht jährlich eine Mrd. Euro zu Verfügung. Zudem sollen ebenfalls ab Februar weitere 200 Mill. Euro in Form von direkten Zuschüssen ausbezahlt werden. Als drittes Instrument nannte Tiefensee Tilgungszuschüsse zu den Förderdarlehen. Die drei Instrumente sollen unter bestimmten Bedingungen kombinierbar sein. Die Mittel des Programms sind gedeckelt, bei der Vergabe entscheidet der Zeitpunkt der Antragstellung.

Bei der KfW hieß es am Mittwoch, man stimme die Details derzeit mit dem Ministerium ab. „Gemeinsam arbeiten wir daran, den genannten Starttermin 1. Februar 2006 einzuhalten“, sagte eine Sprecherin der Bank. Wohnungswirtschaft und Handwerksverbände begrüßten das Konzept.

Das Programm, das Wohngebäude, aber auch etwa Schulen und Kindertagesstätten erfasst, hat ein Volumen von 1,4 Mrd. Euro jährlich. Es war Bestandteil der Koalitionsvereinbarung zwischen Union und SPD und wurde Anfang der Woche bei der Kabinettsklausur in Genshagen beschlossen. Ziel ist es, die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern. Gefördert wird etwa die Wärmedämmung von Fassaden oder die Erneuerung von Heizkesseln.

Tiefensee erhofft sich einen Effekt, der weit über die 1,4 Mrd. Euro hinausgeht. Das Programm werde ein „Finanzvolumen von 28 Mrd. Euro generieren“, sagte er. Allein die Zinsverbilligungen sollen dazu führen, dass Kredite mit einem Volumen von 5,6 Mrd. Euro aufgenommen werden und in die Sanierung fließen. Zusätzliche Effekte entstehen, wenn Hauseigentümer die Steigerung der Energieeffizienz zum Anlass nehmen, weitere Investitionen in ihr Gebäude zu tätigen.

Klaus Stratmann berichtet als Korrespondent aus Berlin.
Klaus Stratmann
Handelsblatt / Korrespondent
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