Steinbrück-Entwurf
Die Regeln für den deutschen Reit

Finanzminister Peer Steinbrück hat das Gesetzgebungsverfahren zur Einführung von börsennotierten Immobilienfonds begonnen. Im Einzelnen sieht Regelwerk folgende Regelungen und Auflagen für Real Estate Investment Trusts (Reits) vor.

Struktur der Reit-AG



  • Der deutsche Reit soll eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland sein. Er wird von einem Vorstand und einem Aufsichtsrat verwaltet.


  • Es ist ein auf Dauer sicher zu stellender Streubesitz vorgesehen: mindestens 15 Prozent der Aktien müssen in den Händen von Aktionären sein, die jeweils nicht mehr als drei Prozent der Anteile halten. Der anfängliche Streubesitz zum Zeitpunkt der Börsennotierung des Reit soll mindestens 25 Prozent betragen. Auch Kleinanleger sollen nach Angaben des Ministeriums so die Möglichkeit zum Kauf eines Reit erhalten.


  • Ein „Privater Reit“, der nur in den Händen weniger institutioneller Anleger läge, ist nicht zugelassen. Dazu gebe es in Deutschland bereits das Instrumentarium des Offenen Immobilienspezialfonds, lautet die Begründung.


  • Eine direkte Beteiligung von über zehn Prozent am Grundkapital des Reit soll nicht erlaubt sein oder zumindest nicht der günstigen Besteuerung unterworfen werden, die sich aus den Regelungen der Doppelbesteuerungsabkommen mit anderen Ländern ergeben würde. Damit soll auch bei ausländischen Anlegern ein Steuersatz von 15 Prozent erhoben werden können.


  • Der an der Börse zugelassene Reit ist von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit.


  • Die Besteuerung des Gewinns geschieht alleine auf der Ebene des Anlegers.


  • Der Reit muss mindestens 75 Prozent seines Einkommens aus Immobilien erzielen und mindestens 75 Prozent seines Vermögens in Immobilien anlegen.


  • Die Möglichkeit des Verkaufs von Immobilien soll begrenzt werden, um einen reinen Handel auszuschließen. Innerhalb von fünf Jahren darf maximal die Hälfte des Bestandes veräußert werden.


  • Die Höhe der Kreditaufnahme (Fremdfinanzierung) soll auf 60 Prozent des Vermögens des Reit beschränkt werden.



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