Deutschland

Mit dem PeerBlog betritt der Kandidat eine Grauzone

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Steinbrück soll Zustimmung zurückziehen

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mit einem Mitarbeiter bei einem Twitterchat. Quelle: dpa
Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mit einem Mitarbeiter bei einem Twitterchat. Quelle: dpa

Die SPD legt vor allem Wert darauf, dass PeerBlog eine unabhängige Initiative ist, die mit dem Wahlkampf der SPD nicht in Verbindung steht. Die Partei habe keinen Einfluss auf diesen Blog, betonte Generalsekretärin Andrea Nahles am Montag in Berlin: „Weder wir noch Peer Steinbrück betreiben diesen Blog. Es ist ein übliches Verfahren, dass es Unterstützerplattformen gibt. Das hat es in allen Wahlkämpfen gegeben.“

Das Steinkühler & Co. ausdrücklich auf die US-Wahlkampffinanzierung verweist, stößt auch bei NGO-Vertretern in Deutschland auf Verwunderung. Das seien ja genau die Verhältnisse, die man sich für Deutschland nicht wünsche, sagt einer der Experten in einer ersten Einschätzung.

„Politikfinanzierung muss immer transparent sein. Daher wäre Herr Steinbrück gut beraten, die Namen seiner Gönner offen zu legen,“ sagt Jochen Bäumel, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland. Es sei „grotesk, wenn auf die US-amerikanische Form der Politikfinanzierung verwiesen wird, die Millionären und Unternehmen immense Möglichkeiten der Einflussnahme ermöglicht.“

„Die Intransparenz ist ein großes Problem, wir würden gerne wissen, wer das finanziert – und wir fordern Steinbrück auf, seine Zustimmung zu dem Blog zurückzuziehen“, sagte Christina Deckwirth von Lobbycontrol.

Der ehemalige Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung von Nordrhein-Westfalen, Axel Horstmann, der auf der Website als Gastautor einen Beitrag über Energiepolitik verfasst hat, wehrte sich gegen den Eindruck, im Auftrag von Unternehmern publiziert zu haben. „Ich habe unabhängig, ohne Auftrag und ohne Entgelt geschrieben“, sagte Horstmann dem Handelsblatt. Er fühle sich Steinbrück in „politischer Sympathie“ verbunden.

Zum Organisator Steinkühler habe er nur „losen Kontakt.“ Horstmann war von 2006 bis 2010 Konzernbevollmächtigter von EnBW in Nordrhein-Westfalen. Seit 2010 ist er Partner der Beratungsgesellschaft S/E/ Strategie und Ergebnisse in Düsseldorf.

Peer Steinbrück Der Umfaller

  • Peer Steinbrück: Der Umfaller
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Steinkühler war auch immer wieder als einer der Verantwortlichen für das Blog "Wir in NRW" genannt worden, das gegen den damaligen CDU-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers Front gemacht hatte, was er jedoch dementiert. Nach dem Machtwechsel hatte Steinkühler mehrere Aufträge der rot-grünen Landesregierung erhalten. Daraufhin hatte die CDU der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) vorgeworfen, Steinkühler für frühere Dienste entlohnt zu haben. Dieser Verdacht war nie erhärtet worden. Aktuell listet die Webseite von steinkuehler-com fünf Projekte für das Land NRW auf.

Die Agentur hatte Peer Steinbrück zudem im November 2010 einen Rednerauftrag in Frankfurt bei der Bank Société Générale vermittelt, für ein Honorar von 15.000 Euro.

Rede-Honorare Die teuersten Vorträge von Peer Steinbrück

Die Deutsche Bank scheint zu den liebsten Auftraggebern von Peer Steinbück zu gehören. Unter mehreren Auftritten in der von ihm veröffentlichten Liste gehört beispielsweise ein Vortrag anlässlich einer Veranstaltung des Private Wealth Managements in Zusammenhang mit der Saisoneröffnung der Berliner Philharmoniker im August 2011 in Berlin. 15.000 Euro bekam der SPD-Politiker hierfür.

Bild: dpa

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  • 04.02.2013, 12:25 Uhroha

    Mit Bundesadler bitte im Internetauftritt, damit auch jede Dummblase künftig kapiert was Peer Bundesblog auch künftig anzurichten gedenkt.

    Fein.

    Problempeers Bundesinternetauftritt.

    Und morgen wird der Bundesproblempeer uns alles erklären, wie das so war mit der Welt bevor er geboren ward und wie das mit dem Bundesproblempeer so weiter gehen wird:

    Er wird noch Sozialdemokrat.

    Noch schlimmer: er ward Bundeskanzlerkandidat der SPD.

    OMG

  • 04.02.2013, 12:26 Uhrkfvk

    Rausgeschmissenes Geld -- wer hat schon Zeit und Lust Twitter und Blogs und weiß Gott was noch zu lesen, gefüllt mit den platten Erkenntnissen von und über Politiker. Den Aufwand können sich die Damen und Herren ruhig sparen, ebenso ihre nichtssagenden und meist störenden Wahlplakate.

  • 04.02.2013, 13:25 UhrDenkichanDeutschlandinderNacht..

    Das dürfte wohl kaum jemand im Sinne der Betreiber lesen, der nicht sowieso den suggeriert-lockeren "Peer" wählen will.

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